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Emmerich
Gute Zeiten für die Mühle in Elten

Emmerich. Trotz des bewölkten Himmels und der kühleren Temperaturen konnte Johannes Diks von der Wirtschaftsförderung gestern zahlreiche Gäste, darunter viele Familien mit Kindern und auch etliche Gäste aus den Niederlanden, zum Fest an der Mühle am Möllenbölt begrüßen. "Jahrhunderte lang waren Mühlen lebensnotwendig für die Versorgung der Menschen. Einstmals besaß jedes Dorf mindestens eine Wind- oder Wassermühle", sagte Diks. "Heute können nur noch die wenigsten Städte eine intakte Mühle aufweisen und dort, wo es sie gibt, erfreuen sich die Menschen an ihrer Existenz. Die Gerritzens Mühle ist eine Holländerwindmühle. Auch sie hat eine eigene Geschichte mit Höhen und Tiefen." Von Monika Hartjes

Momentan sei für die Mühle eine gute Zeit, so Diks. Seit 2013 obliege der Betrieb der Wirtschaftsförderung und mit Frank Heeren und seinen drei Auszubildenden habe man engagierte Müller, die jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr die Mühle für Besucher öffnen. "Dank umfangreicher Renovierungsarbeiten an Flügeln und Dach im letzten Jahr erstrahlt die Mühle wieder in neuem Glanz, dank Stadtbildverein und Sponsoren wird die Mühle auch nachts angestrahlt." Das Jugendorchester vom Musikverein Elten sorgte für fröhliche Melodien, Hits aus den letzten 40 Jahren präsentierte Matthias Wissink. Mühlen-Bistrowirt Willy van Rijn und sein Team versorgten die Gäste mit Kaffee, Kuchen, Würstchen und Brötchen.

Da sich nur vier Kinder für den Kindertrödelmarkt angemeldet hatten, durften sie ihre Waren im Innern der Mühle anbieten - gleich im Eingangsbereich, der in den letzten Tagen hergerichtet wurde, weil dort am Freitag die ersten Trauungen stattfinden. Frank Heeren führte durch die Mühle. Es sei wichtig, das Interesse des Nachwuchses zu wecken, damit der Beruf des Müllers erhalten bleibe, sagte er.

Der Müller brauche ein großes Wissen, unter anderem auch über das Wetter. "Diese Mühle hat keinen roten Knopf mit Notaus", sagte er. Wenn plötzlich ein Sturm aufkommt, müsse man die Flügel bremsen, "fangen" heißt das in der Fachsprache. "Da wird die Mühle so heiß, dass man am besten gleich die Feuerwehr ruft", erzählte der Müller.

Quelle: RP
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