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Rees
Gymnasiasten zeigen Klassiker

Rees: Gymnasiasten zeigen Klassiker
FOTO: Michael Scholten
Rees. Die Theater AG "Slow Motion" des Gymnasiums Aspel probt derzeit noch für das Stück "Alice im Wunderland" auf. Premiere ist am 11. Juli. Von Michael Scholten

Am Gymnasium Aspel fiel die Wahl der Theater-AG "Slow Motion" diesmal auf einen Klassiker der Weltliteratur: "Alice im Wunderland". Bei den Aufführungen am 11. und 13. Juli im Pädagogischen Zentrum am Westring werden die jungen Akteure beweisen, wie frisch und aktuell der Stoff aus dem Jahr 1865 auch heute noch ist. "Wir zeigen eine verrückte Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen", versprechen die Lehrerinnen Susan Rüther und Stefanie Vastal. Sie haben die Bühnenadaption aus dem Schultheater-Verlag mehr als ein Jahr lang mit 22 Schauspielern einstudiert.

Die Titelrolle der Alice spielt Christine Schreiber aus Kalkar-Appeldorn. Die 17-jährige hat zuvor kleinere Rollen in Theaterstücken und einem Musical des Gymnasiums übernommen. Jetzt, ein Jahr vor dem Abitur, wagt sie sich an die wortreiche Hauptrolle. "Die Textsicherheit ergibt sich bei den Proben, zu Hause lerne ich die Dialoge nur grob", sagt Christine Schreiber. Ihr Kostüm hat sie selbst genäht, ebenso das Kostüm und den auffallend hohen Zylinder für den verrückten Hutmacher, der von Janine Schröder gespielt wird. Die 18-Jährige aus Xanten-Marienbaum ist die Älteste im Ensemble. Sie gibt mit "Alice im Wunderland" zugleich ihre Abschiedsvorstellung und studiert dann Philosophie und Musikwissenschaft.

Die jüngste Schauspielerin ist Leah Clappers aus Rees. Die Zehnjährige spielt die Herzkönigin, die ganz schnell "Kopf ab!" fordert, wenn ein Untertan nicht nach ihren Wünschen handelt. "Wir durften drei Rollen aufschreiben, die wir gern spielen würden", erklärt Leah Clappers. "Dann wurde in der Gruppe entschieden, welche Rolle zu wem besonders gut passt." Ihr Wunsch, die Königin zu sein, ging in Erfüllung. Die anderen Schülerinnen und Schüler sicherten sich Rollen als Ritter, weißes Kaninchen, Grinsekatze oder Haselmäuse. Stefanie Vastal, die seit 2010 Bühnenstücke mit ihren Schülern einstudiert, beschreibt den positiven Effekt der Theater-AG: "Oft liefern Schüler, die im Unterricht ganz still sind, auf der Bühne eine sensationelle Performance ab. Sie genießen es, in eine fremde Rolle schlüpfen zu dürfen."

Die Proben finden seit Frühjahr 2016 immer freitags nach der sechsten Stunde statt, für Juli ist noch eine Generalprobe an einem Montagvormittag geplant. Die Premiere ist am Dienstag, 11. Juli, um 18.30 Uhr. Die zweite Aufführung, zum Teil mit umbesetzten Rollen, findet am Donnerstag, 13. Juli, um 20 Uhr statt. Der Eintritt ins Pädagogische Zentrum ist frei. Die Schüler sammeln aber Spenden, um die Kosten für Kostüme und Kulissen zu decken und den Überschuss an lokale Projekte der Kinderkrebshilfe weiterzuleiten. Das Stück dauert rund zwei Stunden, inklusive einer halbstündigen Pause. Susan Rüther empfiehlt "Alice im Wunderland" für Zuschauer ab zwölf Jahren, auch wenn der satirische Wortwitz vielleicht zum Teil nur von älteren Besuchern verstanden wird.

Die Neuntklässler Jefta de Leeuw van Weenen und Alexander Hockert kümmern sich nicht nur um die Licht- und Tontechnik, sondern auch um Spezialeffekte. So soll das Schrumpfen und Wachsen der Titelheldin mit Beamer auf Leinwand gezeigt werden.

Neben Christine Schreiber, Janine Schröder und Leah Clappers stehen auch folgende Akteure auf der Bühne: Emma Stratmann, Sofie Wuttke, Jona Gronau, Sammi Jagowski, David Osborne, Jule Gottschalk, Liliana Badziura, Mahdi Farhang, Amelie Filipovic, Emma Brouwer, Charis Rakowski, Fenna Claas, Susanna Darmoyen, Nico Klein, Maja Kommer, Jannik Siemen, Zoe van Klaveren, Emily van de Mötter und Leni Westerhoff.

Quelle: RP
 
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