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Haldern Countdown
Clueso - ein Mann für die großen Pop-Songs

Haldern Pop 2017: Clueso - ein Mann für die großen Pop-Songs
Thomas Hübner alias "Clueso". FOTO: Tino Sieland
Emmerich. Am 10. August beginnt das Haldern-Pop-Festival. RP-Redaktionsleiter Sebastian Peters hat sich die aktuellen Alben der Bands bereits angehört. Hier sein Urteil:

Lisa Hannigan - At Swim Die kennt man doch. Aufmerksame Zuhörer werden in Lisa Hannigan die Stimme erkennen, die auf den Alben des irischen Songwriters Damien Rice sang. Bis zum Erfolgsalbum "9" in 2006 begleitete Hannigan ihn, betrat dann Solopfade. "At Swim" ist ihr drittes Album. Eine samtweiche Stimme dominiert, das Gitarrenspiel rückt in den Hintergrund. Herbstmusik wird hier gespielt, zu der man auf einer sattgrünen in Irland sitzen und auf die Wellen schauen mag. Mit "At Swim" ist ein beeindruckendes Werk entstanden.

Klingt nach: Damien Rice, Fesit, Glen Hansard (Punkte: 4,5/5).

Clueso - Neuanfang "Neuanfang" nennt Songwriter Clueso, bürgerlich Thomas Hübner, sein Werk. Nach dem Album Stadtrandlichter (2015) trennte er sich von seiner Band, wagte buchstäblich einen Neuanfang, und man muss diesen Titel wohl wirklich eher biographisch denn als musikalischen Richtungsweiser verstehen. Auch in neuer Konstellation bleibt Cluesos Meisterfach die leichten Muse, in der er geschickt Tiefgang in die Popwelle zu mischen vermag. Clueso bleibt ein "Single"-Artist, einer, der die großen Popsongs schreibt. Man sucht diesmal zwar länger nach diesen Sternchen, die länger glühen als normal. Besonders gefällt hier die Single "Wenn Du liebst" mit Kat Frankie.

Klingt nach: Bosse, Herbert Grönemeyer (Punkte: 4/5).

TootArd - Laissez passer Als Kinder haben die Bandmitglieder von "TootArd" aus Palästina die Musik von Bob Marley geliebt, später fanden sie auch Gefallen am Rapper Tupac Shakur und Metal. Wenn man sich nun noch den Jazz und die Musik Afrikas hinzu denkt, dann bewegt man sich zwischen den Konstanten ihres Soundkosmos. "TootArd" ist das arabische Wort für Erdbeere. Hier fließt jamaikanischer Reggae ebenso ein wie afrikanische Musik und der Spirit vom Jazz. Songs wie der Titeltrack "Laissez passer" (Lass es vorbeigehen) vom gleichnamigen Album transportieren im Kern die Botschaft, dass alle Konflikte sinnlos sind, wenn man auch zu Reggae von Erdbeeren tanzen kann.

Klingt nach: Bob Marley, Fela Kuti (Punkte: 4/ 5).

Quelle: RP
 
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