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Festival-Tipps
Sieben Bands, die nach Haldern groß rauskommen

Haldern-Pop in Emmerich: 7 Bands, die groß rauskommen
Sara Hartman hat eine Frisur und eine Stimme. FOTO: NN
Düsseldorf. Jedes Jahr treten beim Haldern Pop Festival auch ein paar Bands auf, die danach eine große Nummer werden – hier unsere Tipps für 2016. Von René Bucken und Sebastian Dalkowski

The Vryll Society

Das Spiegelzelt ist für The Vryll Society mindestens zwei Nummern zu klein. Denn das Liverpooler Quintett nicht unter freiem Himmel spielen zu lassen, ist, wie einen Adler in eine Voliere zu sperren. Hier werden Quadratkilometer gebraucht. Der Krautrock von Neu! und Can hat die fünf Jungs ebenso beeinflusst wie Pink Floyd. Gleichzeitig ist ihnen nicht entgangen, wie The Verve Hymnen geschrieben haben. Das Debütalbum steht noch aus, bis dahin müssen Singles und eine EP den Ruhm begründen.

Sara Hartman

Mit gerade einmal 20 Jahren zieht die US-Newcomerin Sara Hartman nach Berlin, um dort ihr Leben der Musik zu widmen. In Songs wie "Monster Lead Me Home" verarbeitet sie dabei ihre ersten Eindrücke. Ihre Stimme geht schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf. Die Lieder vereinen elektronische Sounds und analoge Instrumente. Trotz ihrer musikalischen Größe hält sie sich in den sozialen Netzwerken sehr zurück, sodass nicht viel über die junge Amerikanerin bekannt ist. In Haldern werden wir viel über sie lernen.

Whitney

Die Musik von Whitney sollten Ärzte als Anti-Stress-Maßnahme verschreiben. Julian Ehrlich und Max Kakacek bildeten einst eine Wohngemeinschaft in Chicago, und als draußen der Winter tobte, reichten sie die Gitarre herum. Das Debütalbum "Light Upon The Lake" lässt einen aber so gar nicht an den Füßen frieren, sondern an einen Sonntagnachmittag auf der Veranda eines Südstaatenhauses im Spätsommer denken. Wer den wehmütigen Folk von Girls und Real Estate schätzt, der wird in Whitney seine neuen Helden finden.

Yak

Das Londoner Trio Yak macht energiegeladenen Garage-Punk und ist die am stärksten gehypte Band des Genres. Ihr im Mai erschienenes Debütalbum "Alas Salvation" beweist: der Hype ist gerechtfertigt. Mit schrammeligen Gitarrenriffs und der dazu passenden Scheiß-drauf-Attitüde haben sie Kritiker schon längst überzeugt. So waren sie unter anderem für den NME Best New Artist Award nominiert und wurden von der Vogue UK als "band to know for 2016” betitelt. Nach Haldern ist noch lange nicht Schluss.

Money

Wer sein zweites Album "Suicide Songs" nennt, der weist schon mal dezent darauf hin, dass gleich nicht der Zirkus einzieht. Money aus Manchester haben nicht nur das getan, sondern ihr erstes Album "The Shadow Of Heaven" genannt. Und das gibt es dann auch zu hören: Allertraurigste Musik, die Bon Iver neidisch machen könnte. Zusammengehalten werden die Songs von der Stimme eines Mannes namens Jamie Lee, und die löscht wirklich alle Lichter.

Husky

Die beiden Australier Husky Gawenda und Gideon Preiss haben das schönste Album 2015 veröffentlicht, von dem wir noch nie gehört haben. "Ruckers Hill", ihr Zweitwerk, ist voll von Songs zum in die Luft springen, stundenlang Cabrio fahren, Kirschkerne spucken und Entwickeln der Welt zugewandter Gefühle. Melodiöser, aber nicht zu gefälliger Indie-Pop. Und ein Feind der Melancholie.

Izzy Bizu

Die 22-jährige Isobel Beardshaw, besser bekannt als Izzy Bizu, hat bisher erst eine EP heraus gebracht. Dennoch war sie bereits mit Größen wie Sam Smith auf Tour und wurde sogar für den renommierten Critics Choice Award der Brit Awards nominiert. Aufmerksamkeit erlangt hat sie vor allem durch ihre Single "White Tiger", die mit mehr als 1,5 Millionen Streams ein kleiner viraler Hit wurde. Izzy Bizu überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Soul und gut gelauntem Pop. Ihr erstes Studioalbum "A Moment of Madness" erscheint am 2. September.

Zehn Bands, die erst nach ihrem Durchbruch in Haldern spielten, finden Sie hier.

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