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Emmerich
Heilkunst im Mittelalter: Morgen neue Ausstellung

Emmerich. Das Rheinmuseum zeigt bis zum 20. Dezember Interessantes und Kurioses aus der Welt der Medizin.

Für das Rheinmuseum schließt sich am Sonntag der Kreis. Angefangen hat das Ausstellungsjahr mit einer Schau von Dr. Alice Selinger und es wird auch mit einer von ihr beendet. Am morgigen Sonntag, 18. Oktober, wird die neue und gleichzeitig die letzte Sonderausstellung in diesem Jahr eröffnet. Dr. Alice Selinger aus Dreieich, die bereits zum Jahresbeginn mit ihrer Ausstellung rund um die Kindheit im Mittelalter überzeugen konnte, widmet sich zum Jahresende der "Heilkunst im Mittelalter".

Besucher erfahren nicht nur etwas über die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst, sondern auch was es heißt "jemanden die Pest an den Hals zu wünschen" und was sich hinter magischen Heilmitteln wie der "Drecksapotheke", was sich hinter dem Antoniusfeuer verbirgt und wie die Heilkunst Hildegard von Bingens funktioniert. Während die Klostermedizin sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern beschäftigte, von denen viele heute noch verwendet werden, trieben auf Märkten Scharlatane und Quacksalber ihr Unwesen. Verheerenden Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege vieler Erkrankungen waren noch unbekannt. So glaubte man, schmerzende Zähne seien von Zahnwürmern befallen.

Dr. Alice Selinger ist freiberuflich als Kunsthistorikerin, Autorin, Lektorin und Ausstellungsmacherin tätig. Sie wird am Sonntag zur Eröffnung ihrer Ausstellung um 11 Uhr zugegen sein und die Einführung übernehmen.

Diese Jahresendausstellung des Emmericher Rheinmuseums wird noch bis zum 20. Dezember zu sehen sein.

(bal)
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