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Emmerich
Hier "kracht" es besonders häufig

Emmerich. Die Polizei hat ihre neue Top-Ten-Liste vorgelegt, in der die Straßen aufgeführt sind, die besonders unfallträchtig sind. Im Bereich der Wache Kleve / Emmerich sind fünf Strecken erfasst. Die Polizeisprecherin erläutert die Probleme dort. Von Sebastian Latzel

Zwiespältig fällt die Bilanz zu den Unfallzahlen des Kreises aus. Wie berichtet, gab es zwar einen Verkehrstoten mehr, gleichzeitig ist insgesamt die Zahl der Unfälle und der Verletzen aber zurück gegangen. Mit der Statistik legte die Kreispolizei auch die neue Top-Ten-Liste vor. Das ist die Übersicht über die Straßen im Kreisgebiet, die die Behörde besonders im Auge hat. Jedes Jahr wird die Liste aktualisiert. "Strecken, bei denen sich die Situation gebessert hat, werden herausgenommen, dafür kommen Straßen hinein, die nach negativen Entwicklungen jetzt besonders im Visier stehen", erläutert Polizeisprecherin Manuela Schmickler.

Die Behörde hat diese Strecken in zwei Grafiken veröffentlicht. Das Gebiet Kleve gehört zum Bereich Nord mit den Wachen Kleve und Emmerich. Hier sind gleich vier der fünf Strecken neu in der Liste. Emmerich B 8/220 Hier geht es vor allem um die komplizierte Situation beim Abbiegen nach der Brücke. "Hier sind oft Radler in der falschen Richtung unterwegs", erläutert die Polizeisprecherin. Auch im weiteren Verlauf in der Stadt gebe es viel Konfliktpotenzial, weil die Strecke stark befahren ist und es viele Einmündungen gibt.

Weil hier vor allem oft auch die Radler das Problem sind, will die Polizei auf verstärkte Kontrollen der Zweiradfahrer setzen. Allein im letzten Jahr gab es auf der Strecke einige Unfälle mit insgesamt einem Schwerverletzten und sechs Leichtverletzten. Kleve, L 484 Querallee / Gruftstraße Der Bereich ist ein Beispiel für eine stark befahrene Strecke im Innenstadtbereich. Dadurch dass auch Parkplätze an der Seite liegen gibt es viele Konflikte durch ein- oder ausparkende Fahrzeuge.

Vor allem zu Geschäftszeiten ist dort jede Menge los. Auch viele Schüler sind in dem Bereich unterwegs, zu Fuß und per Rad. Um hier für mehr Sicherheit zu sorgen, sollen in dem Bereich verstärkt die Bezirksbeamten unterwegs sein und überwachen, dass niemand bei Rot die Ampel quert. Im letzten Jahr gab es hier sechs Schwerverletzte und 13 Leichtverletzte. Kleve, Triftstraße Hier handelt es sich um eine Vorfahrtsstraße in der City mit vielen Einmündungen.

Der Bereich ist auch Schulweg und dementsprechend viel frequentiert. Radler sind oft auf der falschen Seite unterwegs. "Es gibt in diesem Bereich viele unübersichtliche Stellen", so Manuela Schmickler. Um die Sicherheit zu erhöhen seien bereits das Tempo gesenkt und ein Radweg angelegt worden. Der Bereich werde im Auge behalten, vor allem soll überwacht werden, ob alle auch tatsächlich am Stoppschild anhalten. Im letzten Jahr gab es hier Unfälle mit einem Schwerverletzten und fünf Leichtverletzten.

Kleve, B 220 Richtung Warbeyen Hauptproblem ist hier die zu hohe Geschwindigkeit vieler Autofahrer. An den großen Kreuzungen fehle manchem Autofahrer die Geduld. Dadurch sei es hier vermehrt zu Abbiege- und Vorfahrtsunfällen gekommen. Das zeigt auch die Bilanz: Es gab 13 Leichverletzte. Vorgesehen sind auf der Strecke in nächster Zeit vor allem Geschwindigkeitskontrollen. Kleve, Richtung Bedburg-Hau B 57 Vor allem an der Kreuzung runter von der B 9 auf die B 57 komme es immer wieder zu Unfällen, weil Autofahrer das Stoppzeichen missachten, um sich wieder schnell in den fließenden Verkehr einzufädeln.

Vor allem im Berufsverkehr häuften sich solche gefährlichen Manöver, weil vielen Verkehrsteilnehmern die Geduld fehle. Die Polizei will hier vor allem das Stoppschild überwachen. Die Bilanz aus 2014: Fünf Leichtverletzte gab es an diesem Punkt im letzten Jahr.

Quelle: RP
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