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Emmerich
Hochschule wirbt stärker in Holland

Emmerich: Hochschule wirbt stärker in Holland
Hochschulpräsidentin Heide Naderer (4. von rechts) im Kreise niederländischer Studienberater, mit deren Hilfe im Nachbarland stärker geworben werden soll. FOTO: privat
Emmerich. Hochschulpräsidentin Heide Naderer lud niederländische Studienberater ein. Auf der Fachmesse in Utrecht zeigte die Hochschule Flagge. Ziel: Die Zahl der niederländischen Studierenden in Kleve und Kamp-Lintfort soll deutlich steigen. Von Matthias Grass

Kleve Heide Naderer, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, will mehr Studenten aus den Niederlanden an ihre Hochschule locken. "Wir werden an unserer internationalen Ausrichtung, an unseren internationalen Studenten festhalten, wir werden aber genauso die Verwurzelung in der Region fördern und den Blick in die Niederlande nicht vergessen", hatte Naderer immer wieder betont, zuletzt bei der Vorstellung der Vizepräsidenten. Jetzt machte Naderer die ersten Schritte auf dem Weg, mehr Niederländer zum Studium über die Grenze zu locken, ein Weg, der "nicht einfach" wird, so der niederländische Honorarkonsul Freddy Heinzel. Sie lud Studienberater nach Kleve ein und zeigte auf einer Messe in Utrecht Flagge.

Schon im Vorfeld hatte die Präsidentin aufgezeigt, dass sich ihre Hochschule Rhein-Waal an dem Service orientieren werde, mit dem die niederländischen Unis und Hochschulen in Deutschland werben und sich einen Namen gemacht haben: "Wir werden zeigen, dass wir eine ähnliche intensive Betreuung bieten, wie die niederländischen Schulen, wir werden zeigen, dass unsere Absolventen sehr gut ausgebildet sind, dass unsere staatliche Hochschule anerkannte, zertifizierte Abschlüsse garantiert und dass wir keine Studiengebühren verlangen", sagt Naderer.

International angelegt ist die Schule von Beginn an attraktiv für ausländische Studierende: 85 Prozent der Studiengänge wird in englischer Sprache angeboten, über 100 Nationen sind vertreten. Doch Studenten aus den Niederlanden finden sich bis jetzt nur vereinzelt: Zum letzten Semester waren knapp 20 aus dem Nachbarland eingeschrieben - bei über 6000 Studenten. Das soll sich ändern. "Die Potenziale der euregionalen Zusammenarbeit werden wir zukünftig stärker nutzen, um auch Studierende aus den Nachbarländern anzuwerben.

Ebenso werden wir die Zusammenarbeit mit den benachbarten Hochschulen und die Kooperationen mit den Unternehmen weiter ausbauen", sagt Naderer. Sie kann da auch auf jüngste Interreg-Projekte wie der "Wissensallianz" der Euregio Rhein-Waal blicken, die niederländische und deutsche Hochschulen jenseits und diesseits der Grenze zusammengeführten, die gezielt auf den Austausch der Hochschulen untereinander und mit der Wirtschaft in der Euregio ausgerichtet waren und möglichst fortgeschrieben werden sollen.

Zum Jahresende stand der "Ausbau der grenzüberschreitenden Aktivitäten im deutsch-niederländischen Grenzgebiet" gleich mehrfach auf der Agenda der Hochschule Rhein-Waal, so Hochschulsprecherin Christin Hasken. Den Auftakt bildete der Besuch des Decanekring Arnheim an der HSRW. In den Niederlanden gibt es für jede weiterführende Schule "Decane", die die Schüler in Sachen Studium beraten, erklärt die Sprecherin der Hochschule Rhein-Waal. Die Decane werden innerhalb einer Region zu sogenannten Decanekringen zusammengefasst, die sich in regelmäßigen Abständen treffen, um über Themen der Studienberatung zu diskutieren.

Ein solches Treffen war jetzt erstmals an der Hochschule Rhein-Waal. "Das Treffen bot die Möglichkeit, eines intensiven Austausches der Decane mit Hochschulpräsidentin Dr. Heide Naderer und verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern unserer Hochschule", sagt Hasken.

Zunächst stellten die einzelnen Fakultätsmanagerinnen der HSRW das Studienangebot der Hochschule vor, bevor die Decane bei einer Campusführung einen Einblick in die Labore, die Technikhalle, die Hörsäle und das Klimahaus der Hochschule erhielten. "Die Decane zeigten sich begeistert von der Hochschule Rhein-Waal und sehen dem zukünftigen Schulterschluss mit der Hochschule positiv entgegen", wertet Hasken den Besuch aus den Niederlanden.

Doch auch auf der entsprechenden Fachmesse zeigte die niederrheinische Hochschule Rhein-Waal mit Sitz in Kleve und Kamp-Lintfort Flagge: Erstmals reiste man zur Messe BuitenlandBeurs in Utrecht. "Die BuitenlandBeurs ist die größte Messe in den Niederlanden, die den Fokus auf das Studium im Ausland, Auslandspraktika, Freiwilligen Jahre und Sprachkurse im Ausland legt", sagt Hasken.

Quelle: RP
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