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Rees
Hochwasser: Baustelle geflutet

Rees. Um Schäden zu verhindern, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt am Wochenende die Baustelle gezielt geflutet. Erst wenn das Hochwasser gesunken ist, laufen die Arbeiten an der Flutmulde weiter. Von Sebastian Latzel

Durch die Schneeschmelze steigt auch der Pegelstand des Rheins beständig. Mit ganz unmittelbaren Folgen für Baustellen am Rhein. In Köln schließt das Bauamt eine Flutung der U-Bahn-Baustelle nicht aus. Am Wochenende haben das bereits die Verantwortlichen beim Flutmulden-Projekt gegenüber von Rees getan.

"Wir hatten vorher eine Abwägung von Kosten und Nutzen getroffen und uns dazu entschieden, im Hochwasserfall die Baustelle zu fluten", erläutert Diplom-Ingenieur Dieter Abel vom Wasser und Schifffahrtsamt (WSA), das das Millionen-Projekt betreut.

Betroffen ist die Fährrampe, die auf Reeserschanz gerade angelegt wird. Dazu müssen Betonteile eingebaut werden, was im so genannten "Trockenbau" passiert. Mit Spundwänden ist die Baustelle normalerweise vor dem Rhein geschützt. Allerdings wird die Grube ab einer gewissen Hochwassermarke überspült. Damit das langsam passiert, ist die Baustelle gezielt geflutet worden. Dazu haben die Mitarbeiter die Pumpen abgestellt, die das Wasser aus der Grube ableiten. Dadurch ist der Bereich ganz langsam voll gelaufen und schließlich komplett überspült worden. Die Baustelle liegt jetzt quasi unter Wasser.

Pumpen gestoppt

"Wir gehen davon aus, dass Mittwoch oder Donnerstag das Hochwasser langsam wieder sinkt", sagt Abel. Dann würden nach einiger Zeit auch wieder die Pumpen in gang gesetzt. "Wenn die Grube wieder trocken ist, muss der Bereich erst einmal gereinigt werden. Danach können die Arbeiten dann weiterlaufen", so der Mann vom WSA. Da die Behörde bereits Hochwasser bei den Planungen des Projekts einkalkulierte, ist für den Bau extra Beton verwendet worden, der besser aushärtet und dem das Fluten nichts ausmacht.

Zeitplan unter Druck

Allerdings steht durch die aktuelle Entwicklung der Zeitplan etwas unter Druck. Sollte das Wasser tatsächlich bis Ende der Woche ablaufen, wären die Arbeiten noch im Plan. "Doch jeder Tag, den das Wasser länger in der Baustelle steht, macht uns das Leben schwerer", sagt Abel.

Er denke aber positiv. "Ich bin zuversichtlich und gehe davon aus, dass die Fährsaison wie geplant zu Palmsonntag in der Woche vor Ostern eröffnet werden kann."

Quelle: RP
 
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