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Emmerich
Hüthum: Viele Ideen für den Dorfladen

Emmerich: Hüthum: Viele Ideen für den Dorfladen
FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Emmerich. Beim Infotreffen gab es jede Menge Anregungen, aber noch keine konkreten Ergebnisse für ein Geschäft im Ort. Von Monika Hartjes

Nach der Informationsveranstaltung zum Thema "Dorfladen", die Ende März mit der Referentin Birgit Mosler stattfand, trafen sich am Donnerstag einige interessierte Bürger zu einem Arbeitskreis, um die Sache weiter voran zu bringen. Erik Arntzen, Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Hüthum-Borghees-Klein-Netterden, konnte acht Hüthumer begrüßen. "Wir wollen heute Ideen und Anregungen sammeln, um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt", so Arntzen.

Beatrix Kalwa hatte gleich eine Liste mitgebracht, wie man das Thema "Dorfladen" umsetzen könne: Unter anderem schlug sie vor, einen Lkw mit Kühlung oder einen Pkw mit Verkaufsanhänger anzuschaffen, der abwechselnd morgens und mittags in Ober- und Unterhüthum steht. "Das Problem ist, dass unser Dorf zweigeteilt ist und die Oberhüthumer bei einem Geschäft an der Kirche doch fahren müssten." Man könne auch einen Bringdienst für Lebensmittel, ähnlich wie beim "Essen auf Rädern" einrichten oder Leute zum Einkaufen in einem Kleinbus nach Emmerich und nachher zurück nach Hüthum fahren. Da bei der Infoveranstaltung auch von einem Café als Treffpunkt gesprochen wurde, bot sie ihre Galerie an, dort einmal in der Woche ein Kaffeetrinken für Senioren und interessierte Mitbürger einzurichten.

Karin Heering fand ein festes Geschäft vorteilhafter, weil gerade ältere Menschen lieber selber einkaufen möchten, um herauszukommen und sich mit anderen unterhalten zu können. Dem stimmte Herbert Scheers zu, für das "Erlebnis Einkaufen"müsse man einen Laden einrichten. Verschiedene in Frage kommende Lokalitäten wurden angesprochen: Das Ladenlokal an der B8 von Familie Holtkamp, die Räumlichkeiten vom früheren "Kronprinzen" oder - von den meisten bevorzugt - das ehemalige Geschäft Weltings an der Mühle. Auch das Gemeindezentrum am Koppelweg wurde vorgeschlagen, dort sei genügend Platz vorhanden und gleichzeitig die Möglichkeiten für ein Café. Das läge etwas abseits, so dass man beispielsweise den Durchgangsverkehr an der B8 nicht als Kunden gewinnen könne, meinte Barbara Bonsen, die mit ihrem Ehemann Dirk bereits einen Dorfladen in Vrasselt und das "Lädchen an der Be-Acht" in Praest betrieben hatte und von ihren Erfahrungen berichtete. Wichtig sei auch, dass genügend Parkplätze vorhanden seien, weil die meisten Käufer nicht weit laufen wollen.

Um einen Dorfladen attraktiv zu machen, müsse man mit verschiedenen besonderen Angeboten punkten. "Man kann beispielsweise die Produkte aus der Region wie Spargel und Erdbeeren, dort anbieten, vielleicht auch Biofleisch und andere Bioprodukte", schlug Kalwa vor. Auch ein Paketdienst, eine Annahmestelle für eine Reinigung oder ein Leih-Service für Gartengeräte wurden überlegt. Eine Hüthumerin berichtete von einem Projekt, bei dem ein genossenschaftliches Modell ehrenamtlich umgesetzt wurde. Ihr Tipp: Man solle sich nach Fördermöglichkeiten erkundigen.

"Jetzt wollen wir die Ideen und Vorschläge erst mal verarbeiten. Es sollen dann Arbeitsgruppen gebildet werden, die verschiedene Modelle mit ihren Risiken und Vorzügen ausarbeiten", meinte Erik Arntzen. Auch wolle man die einzelnen Standorte betrachten und nachfragen, was möglich ist. Karin Heering schlug vor, Grieth zu besuchen, wo gerade ein Dorfladen mit Café auf genossenschaftlicher Basis mit Unterstützung von Birgit Mosler entsteht, und dort mit den Initiatoren zu sprechen.

Noch vor den Sommerferien soll der nächste Termin stattfinden

Quelle: RP
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