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Rees
Hundekot: Höhere Strafen für die Halter

Rees. Bürgermeister Christoph Gerwers kündigt ein strengeres Vorgehen gegen die "schwarzen Schafe" unter den Hundehaltern an, die den Kot ihrer Vierbeiner nicht aus dem Stadtbild entfernen.

Wie berichtet, war in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe eine Diskussion über dieses Thema entbrannt. Einzelne Fraktionsvorsitzende äußerten ihr Unverständnis darüber, dass in Rees keine Ordnungsstrafen gegen derlei Verschmutzungen verhängt werden. Die Lage sei zwar nicht dramatisch, betonte der Bürgermeister, doch bei einem Besuch in England habe er kürzlich kaum Hundekot gesehen, was er auf die "exorbitant hohen Bußgelder" im Königreich zurückführte. In Deutschland sei das nicht durchsetzbar, aber der Ordnungsdienst werde ab sofort "schärfer hinsehen".

Zugleich appellierte er an alle Ratsmitglieder, "schwarze Schafe" gezielt anzusprechen, wenn sie deren Hunde in flagranti beobachten und die Hundehalter die Hinterlassenschaften nicht entsorgen. Bezugnehmend auf einen Bericht in der Rheinischen Post bekräftigte Gerwers die Aussage des Stadtkämmerers Andreas Mai, dass es sich bei der Hundesteuer um eine "ordnungspolitische" Abgabe handelt, die dafür sorgt, dass "der Hundebestand in einer Stadt nicht ausufert". Die Hundesteuer, die der Stadt Rees pro Jahr 142 000 Euro einbringt, sei nicht als Gebühr zu verstehen, mit der Dog-Stations, Hundewiesen oder die Reinigung der Straßen finanziert werden müssen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Friedmann appellierte außerdem an alle Hundehalter, den Leinenzwang zu beachten. Der Deichverband Bislich-Landesgrenze melde verstärkt Fälle von nicht angeleinten Hunden, die grasende Schafe verschrecken oder in sensible Naturschutzbereiche vordringen.

(ms)
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