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Emmerich
"Hygiene für uns wichtiges Thema"

Emmerich. Patient bemängelt Sauberkeit im Emmericher Krankenhaus. Spital hat Reinigungsmeister eingestellt. Von Markus Balser

Ein Leser, der vor kurzem im Emmericher Willibrordspital behandelt werden musste, hat sich jetzt an die RP gewandt. Was die medizinische Versorgung anbelangt, hat er nichts zu bemängeln. Im Gegenteil: "Der ärztlichen, therapeutischen sowie pflegerischen Betreuung spende ich gerne Applaus." Doch was ihn irritierte, war mangelhafte Reinlichkeit.

So sei die Schublade seines Bettschränkchens mit einer nicht definierbaren Flüssigkeit verkrustet gewesen. Und auch der Zimmertisch hätte mal einen Putzlappen vertragen können. "Die Platte war zwar blitzeblank, am Gestell aber war nicht übersehbar Schmutzwasser verdunstet." Ein weiteres Ärgernis: Zimmerreinigung noch während des Frühstücks und eine Reinigungskraft, die im Haupteingangsbereich zwar die Toiletten putzte, dafür aber nicht die Klinke der WC-Tür. Darauf angesprochen, meinte sie, dafür nicht zuständig zu sein.

Beschwerden wie diese landen immer mal wieder auf dem Tisch von Holger Hagemann. Beschwerden, die der stellvertretende Leiter des Willibrordspitals ernst nimmt. "Hygiene ist für uns ein sehr wichtiges Thema", sagt er. Und verweist auf Maßnahmen, die jetzt ergriffen wurden, um die Zustände zu verbessern: "Wir sind dabei, das abzuarbeiten. Seit Mai gibt es einen Reinigungsmeister im Haus, der das ganze System neu ordnen soll." Die Reorganisation betreffe unter anderem Zuständigkeiten, Technik, aber auch Reinigungszyklen. Die sollen nach hinten verschoben werden, damit die Zimmer künftig immer erst dann geputzt werden, wenn die Patienten Frühstück und Morgentoilette hinter sich gebracht haben. Zudem solle das gesamte Reinigungssystem transparenter dokumentiert werden, damit es für Außenstehende besser erkennbar sei.

Zuständig für die Reinigung im Krankenhaus ist ein konzerneigener Reinigungsbetrieb, der für alle Häuser der "pro homine"-Gesellschaft verantwortlich ist. Darüber hinaus gibt es noch zwei Mitarbeiterinnen, die zur Hygienefachkraft ausgebildet wurden. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt unter anderem auch das Thema "Desinfektion".

Quelle: RP
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