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IG Biss: Lauter Empfang für Ronald Pofalla

Rees: IG Biss: Lauter Empfang für Ronald Pofalla
Spontaner Lärm-Protest: die IG Biss empfing Ronald Pofalla in Bienen. FOTO: mvo
Rees. Auf diese Gelegenheit hatte die IG Biss gewartet. Die Bürgerinitiative für eine siedlungsferne Trasse nutzte den Besuch von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla gestern Abend, um ihm deutlich zu machen, wie wenig sie von seinen Äußerungen zum "Schienenbonus" hält. Bekanntlich hatte Pofalla bei seinem Besuch in Rees mit der Äußerung überrascht: "Die Bundesregierung wird nicht am Schienenbonus rütteln."

Aber eben diesen Bonus, der der Bahn höhere Grenzwerte beim Zugverkehr einräumt, würden viele Anwohner lieber heute als morgen kippen. "Lärm macht krank", ist die Meinung von Karl-Heinz Jansen von der IG Biss, die gestern spontan eine kleine Demonstration am Bürgerhaus in Bienen veranstaltete. Etwa 30 Bürger waren gekommen, um Pofalla deutlich zu machen, dass der Schienenbonus gestrichen werden muss. "Die Glaubwürdigkeit der Politik steht auf dem Spiel. Denn die Streichung des Schienenbonus ist Teil des Koalitionsvertrages", meinte Jansen. Der Bonus habe nur das Ziel, die Kosten für den Lärmschutz gering zu halten.

Um zu zeigen, wie unangenehm Lärm ist, bereitete die IG Biss dem Minister einen geräuschvollen Empfang. Pofalla war eigentlich nach Bienen gekommen, um an der Sitzung der Reeser CDU teilzunehmen. Er begrüßte die Demonstranten, machte aber auch ihnen deutlich: "In dieser Legislaturperiode werden wir den Schienenbonus nicht anpacken." Die Abschaffung sei kein Allheilmittel beim Lärmschutz. Zudem würden dafür bundesweit Kosten von bis zu 15 Milliarden Euro anfallen. Er werde sich aber für aktiven und passiven Lärmschutz an der Betuwe und verbesserte Technik einsetzen.

Quelle: RP
 
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