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Isselburg
Isselburger Politik streicht Verwaltung geplante Stelle

Isselburg. Asyl: Der neue Erste Beigeordnete wirbt vergebens.

(tt Im Juni dieses Jahres einigten sich die Fraktionen, dass in der Verwaltung eine zusätzliche Stelle für die Leistungssachbearbeitung nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz geschaffen werden soll. Doch auf der jüngsten Ratssitzung wurde dieser Beschluss wieder gekippt. Auf Antrag der FDP und mit den Stimmen der CDU wurde die Stelle gestrichen.

Überhaupt auf die Tagesordnung hatte es die Angelegenheit deshalb geschafft, weil laut Beschluss aus dem Juni die Stelle bis zum 31. Dezember 2017 befristet ausgeschrieben werden sollte. Nachdem Anzeigen geschaltet wurden, war das Ergebnis ernüchternd. "Es gingen lediglich vier Bewerbungen ein, von denen keine die gesetzten Anforderungen auch nur annähernd erfüllte", berichtete Alexander Lin, Erster Beigeordneter. Als Hemmschuh vonseiten der Verwaltung wurde eindeutig die Befristung ausgemacht. Von daher wurde vorgeschlagen, dass dieser Zusatz entfallen sollte.

Frank Schaffeld, Leiter des Fachbereichs 2, berichtete, dass gegen Jahresende eine Zuweisung von rund 80 Personen erfolgen soll. Als Richtschnur gilt, dass davon rund 65 Prozent Leistungen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz erhalten werden und somit vom Isselburger Sozialamt betreut werden müssen.

Lin ging auch auf die allgemeine Lage ein. "Der Markt ist total leer gefegt, auch wenn wir eine unbefristete Stelle ausschreiben, werden uns nicht die Türen eingerannt. Wir sehen den Bedarf definitiv noch in diesem Jahr", so Lin. Das Argument zog letztlich nicht mehr.

Quelle: RP
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