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Rees
Jetzt kommt die "Halderner Dorfpost"

Rees: Jetzt kommt die "Halderner Dorfpost"
Andrea Feldmann (v.l.), Klemens Cornelißen, Simon Vos, Gregor Stevens präsentieren die erste Ausgabe der "Halderner Dorfpost". Auf dem Titelblatt sind Blumen und eine bunte Fahrradklingel sowie im Hintergrund der Kirchturm von St. Georg zu sehen. FOTO: Markus van Offern
Rees. Der Gewerbeverein Haldern möchte mit einem vierteljährlich erscheinenden Heft Betriebe und Vereine aus dem Lindendorf vorstellen. Ziel ist, die noch funktionierenden dörflichen Strukturen zu erhalten. Von Markus Balser

Blumen und eine bunte Fahrradklingel, im Hintergrund der Kirchturm von St. Georg - so sieht das Titelblatt der ersten Ausgabe aus. Die "Halderner Dorfpost", die in einer Auflage von rund 1600 Stück erscheint, wird seit Mittwoch flächendeckend an alle Haushalte und Bauernschaften Halderns verteilt. Kostenlos, wie die Köpfe, die dahinter stecken, betonen.

Die "Dorfpost" - Untertitel: "Unternehmerische Vielfalt im Quartal aus Haldern" - ist eine Veröffentlichung des Halderner Gewerbevereins. Sie soll künftig alle drei Monate erscheinen und in erster Linie Betriebe, aber auch Vereine vorstellen. Ein Kreuzwort- und ein Dorfrätsel runden das übersichtlich und schön gestaltete Heft ab. "Wir glauben, dass wir hier eine ganz gute Mischung gefunden haben, die informiert und unterhält", sagt Klemens Cornelißen vom Gewerbeverein.

Hintergrund der Veröffentlichung ist das Bestreben, die im Großen und Ganzen noch gut funktionierenden dörflichen Strukturen des Ortes zu erhalten und in den Blickpunkt seiner Bewohner zu rücken. Und letztendlich auch Kaufkraft zu binden. "Der Halderner Gewerbeverein hat 80 Mitglieder. Und viele Halderner wissen gar nicht, welche Angebote es hier überhaupt gibt. Ein Blick zu den eigenen Betrieben und Geschäften lohnt sich. Man muss nicht immer für alles ins Internet gehen", sagt etwa der Makler und Bauträger Simon Vos.

Auch Festivalorganisator Stefan Reichmann, der ebenfalls dem Gewerbeverein angehört, sieht das so. Für ihn ist es allerdings keine Selbstverständlichkeit, dass es auch langfristig in Haldern ein Angebot geben wird, dass das Wohnen im Dorf lebenswert macht. "Wir müssen etwas dafür tun, damit die Strukturen hier auch weiter funktionieren", sagt er. Und mahnt: "Wenn wir wie andere Ortschaften über die Gründung eines Dorfladens nachdenken müssen, ist es vielleicht schon zu spät."

Der Gewerbeverein hat sich deshalb für die "Dorfpost" ein Konzept ausgedacht, mit dem das Interesse am Dorfleben geweckt werden soll. Fünf Unternehmensporträts, die aus der Feder von Gisela Behrendt stammen, decken die Bereiche Dienstleistung, Einzelhandel und Handwerk ab. Vorgestellt werden diesmal die Betriebe Fahrrad Gissing, Blumen-Center Cornelißen, das Bauerncafé Drostenhof, Umbau Sanierungen Venes und Immobilien Vos. Abgebildet werden zudem auch Neuigkeiten aus dem Vereinsleben der St. -Josef-Schützen, des Heimatvereins und des SV Haldern.

Finanziert wird das Heft aus Anzeigen, wobei sich die im Rahmen halten. Und das soll durchaus auch so bleiben. "Es geht bei der ,Halderner Dorfpost' nicht darum, in erster Linie Anzeigen zu generieren, sondern um ein Porträt des Dorfes", erklärt Simon Vos.

Bis Ende der Woche sollen alle Exemplare verteilt sein. Die restlichen Ausgaben des Jahres sind zum Schützenfest im Juli, zur 975-Jahr-Feier im September und zur Weihnachtszeit geplant.

Quelle: RP
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