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Rp-Serie Prominente Zu Besuch
"Jetzt oder nie" - danach gab es die Fähre wieder

Rp-Serie Prominente Zu Besuch: "Jetzt oder nie" - danach gab es die Fähre wieder
Links: Michael Degen und Bernd Schäfer auf dem jüdischen Friedhof in Rees. Rechts: Tommy Krappwei bei einer Lesung im Gymnasium Aspel. FOTO: privat/mvo (archiv)
Emmerich. Prominente füllen die bunten Blätter und Boulevardmagazine. Doch manchmal begegnet man ihnen auch in Rees. Die RP erinnert in einer Sommerserie an ausgewählte Promis, die zu Besuch in die Rheinstadt kamen. Von Michael Scholten

REES Wenn Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein Comedians wie Atze Schröder ins Reeser Bürgerhaus holt, die Volksbank Emmerich-Rees ihre Vertreterversammlung mit Referenten wie Dieter Kronzucker und Ulf Merbold adelt oder das Haldern Pop Festival internationale Musikstars wie Bob Geldof ins Lindendorf lockt, ist das nicht weiter überraschend. Es gab aber auch andere Anlässe, bei denen sich die Wege der Schönen, Reichen und Mächtigen mit denen der Reeser kreuzten.

"Jetzt oder nie!" hieß die Reihe des Westdeutschen Werbefernsehens (WWF), in der Moderator Ingo Dubinski Anfang der 90er Jahre innerhalb kürzester Zeit unmöglich erscheinende Aufgaben erfüllen musste. Das konnte der Bau eines Spielplatzes sein oder die Konstruktion eines Giraffenhauses für den Zoo. Die Bürger von Grieth und Grietherort forderten, dass der viele Jahre zuvor stillgelegte Fährbetrieb zwischen beiden Rheinufern innerhalb von 36 Stunden wiederaufgenommen wird. Das Vorhaben scheiterte knapp, die Aktion bewirkte aber, dass die Familie Hell ab 1992 wieder einen Fährbetrieb zwischen Grieth und Grietherort anbot. Die Reeser Rheinbrücke, die einst die Fähre überflüssig machte, war übrigens im Vorspann aller weiteren "Jetzt oder nie!"-Folgen zu sehen.

Im Ausstellungssaal des Reeser Koenraad-Bosman-Museums war Stühleschleppen angesagt, als Michael Degen im Januar 2005 aus seinem biografischen Buch "Nicht alle waren Mörder" las. Es mussten sogar weitere Sitzmöbel vom Dachboden geholt werden. Der preisgekrönte Film- und Theaterschauspieler war eigentlich privat zu Besuch in Rees, kam aber gern der Bitte nach, eine Lesung anzubieten. Nachdem er sich ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, folgte der Auftritt. Tags darauf besichtigte Degen mit Bernd Schäfer die jüdischen Friedhöfe auf der Stadtmauer und an der Weseler Straße, das Museum und die Rheinpromenade. Zum Ausklang führte ihn Alfred Scholten durch seine Windmühle.

FOTO: van Offern Markus

Kinder lieben ihn als Erfinder und Spielpartner der Kika-Kultfigur Bernd das Brot, Erwachsene erinnern sich gern an seine Späße in der Kultsendung "RTL Samstag Nacht": Inzwischen hat sich Tommy Krappweis auch als Autor von Fantasybüchern wie "Mara und der Feuerbringer" einen Namen gemacht. Seit 2009 war er regelmäßig zu Gast in Rees. Er las einmal in der Bücherecke, zweimal im Pädagogischen Zentrum vor zahlreichen Schülern und zweimal auch in der Bücherei. Unvergessen ist der gemeinsame Auftritt mit seinem unlängst verstorbenen Vater Werner, bei dem die Krappweis-Generationen 2012 aus dem Buch "Das Vorzelt zur Hölle" lasen und sehr unterschiedlichen Erinnerungen an frühere Campingurlaube zum Besten gaben.

Quelle: RP
 
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