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Emmerich
Joachim Sigmund jetzt Chef der BGE

Emmerich: Joachim Sigmund jetzt Chef der BGE
Der neue BGE-Vorsitzende Joachim Sigmund während der Sondersitzung im "Raben". Rechts: Maik Leypoldt, der zu seinem Stellvertreter gewählt wurde. FOTO: Markus van offern
Emmerich. Mitgliederversammlung wählt den ehemaligen Bürgermeisterkandidaten zum neuen Vorsitzenden. Stellvertreter ist der bislang weitgehend unbekannte Maik Leypoldt (36). Auch andere Vorstandsposten sind neu besetzt worden. Von Monika Hartjes

Joachim Sigmund heißt der neue Vorsitzende der BGE. Mit einer Gegenstimme und vier Enthaltungen wurde er von den zwei Dutzend Mitgliedern, die auf der Mitglieder-Sondersitzung am Mittwoch in der Gaststätte "Zum Raben" anwesend waren, gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde der 36-jährige Maik Leypoldt, der bei zwei Enthaltungen einstimmig gewählt wurde.

Sigmund bedankte sich bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern Gerd Bartels, Manfred Brockmann und Schriftführerin Sabine Gerards mit einem Blumenstrauß und einem hochprozentigen "Elf-Ührken" für die geleistete Arbeit.

Man habe in 2015 damit begonnen, die Fraktionsarbeit kurz-, mittel- und langfristig zu planen, sagte Gerd Bartels, der die Mitglieder begrüßte. Er habe alle gebeten, sich Gedanken über Verbesserungs- und Änderungsvorschläge zu machen. Das finde er wichtig, um nicht betriebsblind zu werden und um Nachrücker möglichst gut ausbilden zu können.

"Aus diesem Szenario hat sich der schönste Streit entwickelt", so Bartels, der betonte, dass die Vereinsarbeit neu strukturiert werden müsse. "In der letzten Zeit hat sich ein Team gebildet, das dieses Manko aufarbeitet und auch moderne Standards zulässt. Die Weichen sind gestellt, jetzt müssen alle auf diesen Zug umsteigen, um unsere Ziele zum Wohle der Stadt zu erreichen."

Man wolle die BGE neu aus der Taufe heben. Bisher sei der Fraktionsvorsitzende auch der Vereinsvorsitzende gewesen, aber man habe festgestellt, dass da von einer Seite der Input fehle. "In dem neuen Team, das sich um die Vorstandsarbeit kümmert, möchte ich nicht als 'alter Besen' dazwischenfunken", sagte Bartels, der vom Vorsitz zurücktrat.

André Spiertz, der die Versammlungsleitung übernahm, sprach über die vergangene "turbulente" Mitgliederversammlung am 29. Juni. "Es ist beschämend, wie man hier mit Vorstandsmitgliedern umgegangen ist. Diese Respektlosigkeit hat keiner verdient." Die neu gebildete Gruppe sei bereit, den Vorstand der BGE zu übernehmen, wenn sie im Ganzen von der Versammlung gewählt werde, sagte er. Sigmund betonte in seiner Rede, dass die BGE als Verein über die Wahlperiode hinaus, also über das Jahr 2020 hinaus, von Bedeutung sei, um die durch die Satzung vorgegebenen Ziele und politische Arbeit zum Wohle der Stadt wirkungsvoll umzusetzen. Man habe ein Team gefunden in einer Mischung von Jung und Alt, damit lasse sich die Arbeit des Vereins zukunftsfähig und nachhaltig gestalten. Ohne weitere Gegenvorschläge wurden neben Sigmund und Leypoldt - Betriebswirt, beschäftigt bei der Emmericher Baugenossenschaft und seit drei Jahren BGEler - auch noch Annika Wardthuysen als Kassiererin, Alfred Weicht als Schriftführer und als Beisitzer Sabine Gerards, Sigrid Weicht, die viel Wert darauf legt, dass die Top-Job-Börse fortgesetzt wird, sowie Udo Tepaß gewählt. Annika Wardthuysen ist 34 Jahre alt, Versicherungsfachwirtin, aktiv im Karneval und als Läuferin.

Sigmund gab bekannt, dass für den 15. Oktober ein Workshop für Mitglieder und Fraktion der BGE stattfindet, um die Aufgaben und Projekte 2017 festzulegen und zu überlegen, wer welche Aufgaben übernimmt.

Michael Köster fragte nach der Richtlinienkompetenz. Spiertz erklärte: "Der Verein hat das Sagen, er ist die Basis für die Fraktion und sollte ihr Input geben, gewisse Dinge in der Politik anzusprechen. Im Rat hat die Fraktion das Sagen."

Joachim Sigmund sprach auch eine geplante Neumarkt-Aktion an. "Wir sind davon überzeugt, dass die Bürger heute die Schoofs-Pläne von 2011 ablehnen würden. Es gibt bestimmt viele, die neue Ideen und Pläne haben." Christian Beckschäfer meinte, er schäme sich für das Abstimmungsverhalten im Rat. "Der Investor hat zwei Mal auf Andermanns Grundstück geplant und die Stadt macht eine Offenlage mit diesen Plänen - ein unmögliches Verhalten. Und jetzt wieder die Auseinandersetzung mit der Baugenossenschaft."

Gudrun Beckschäfer begrüßte auf der Versammlung den "neuen Wind im Vorstand".

Quelle: RP
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