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Emmerich
Kapaunenberg ist wieder fester Treffpunkt

Emmerich: Kapaunenberg ist wieder fester Treffpunkt
Manfred Tebaay, Josef Kremer und Thomas Reintjes stoßen auf die Zukunft des Kapaunenbergs an. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Schützenhaus ist seit einem Monat freitags und samstags geöffnet. Sebastianer freuen sich, wieder eineneigenen Anlaufpunkt zu haben. Manfred Tebaay übernahm den ersten Thekendienst. Von Monika Hartjes

"Herzlich willkommen im Bölt" steht auf der Tafel an der Wand gegenüber der Theke. Diese ist mit Adventsgestecken geschmückt, auch einige Knabbereien stehen hier. Manfred Tebaay, der hinter der Theke das Bier zapft, will, dass die Gäste sich hier wohlfühlen. Seit einem Monat ist der Thekenbereich im Schützenhaus Kapaunenberg wieder regelmäßig geöffnet. Freitags und samstags ab 18 Uhr bis etwa 24 Uhr können die Schützen, aber auch alle anderen, hier ein Bier trinken und sich zu Zugversammlungen oder einfach mit Freunden treffen.

"Wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, dass unsere Mitglieder hier wieder einen Anlaufpunkt haben, wo sie zusammensitzen können", sagt Josef Kremer, stellvertretender Direktor der Sebastianerschützen, deren Eigentum das Schützenhaus ist. Als "Teilrentner, der etwas Zeit hat" habe er sich dann dafür eingesetzt, dass der Bölt wieder regelmäßig geöffnet wird. "Er war unsere treibende Kraft im Vorstand", lobt Direktor Thomas Reintjes. Er habe an alle Mitschützen appelliert, wie wichtig ein eigener Anlaufpunkt sei, und alle zur Mitarbeit motiviert. Da sei eine Menge Arbeit im Vorfeld gewesen. "Es war toll, zu sehen, wie alle Schützen an einem Strang zogen. Männer und Frauen halfen mit bei den Reinigungs- und Entrümplungsarbeiten vom Keller bis zum Dach", freut sich Kremer. "Das war auch eine gute Sache für den Zusammenhalt." Am 31. Oktober war dann quasi Neueröffnung.

Manfred Tebaay übernahm gerne den Thekendienst, unterstützt wird er dabei von den Schützen. "Und wenn der Ansturm sehr groß wird, hat auch Jutta Voss-Meyer ihre Mithilfe zugesagt", so Reintjes. Manfred Tebaay war 24 Jahre im Schützenhaus Kapaunenberg tätig, bis die neuen Pächter kamen. "Als ich jetzt wiederkam, haben sich viele gefreut", sagte er. "Die meisten Gäste mögen es, wenn man sich als Gastwirt an der Theke mit ihnen unterhält." Fünf Pächter habe er in seiner Zeit bereits erlebt. Während des Schankbetriebes wird wohl kein Essen angeboten, aber er stelle gerne mal ein paar Chips oder Salzstangen auf die Theke. "Wenn die Resonanz größer wird an den beiden Öffnungsabenden überlegen wir auch, eventuell zum Frühschoppen am Sonntagmorgen zu öffnen", erklärt Reintjes.

Ansonsten gibt es für jeden die Möglichkeit, die Räume im Kapaunenberg für Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen oder Betriebsfeste zu pachten. "Die kleinen Säle haben Platz für bis zu 150 Personen", sagt Thomas Reintjes. So kann der Kunde nur die Räumlichkeit mieten und selber für Getränke, Catering und Service sorgen oder das Paket mit Getränkeausschank und Personal buchen. "Wir finden eine Lösung", erklärt Thomas Reintjes. Kontaktdaten sind auf der Homepage unter www.kapaunenberg.de oder man spricht Manfred Tebaay während der Öffnungszeiten an. Einige Feiern haben schon stattgefunden, Kindergeburtstage, Abibälle und Schulabschlussfeste für 2016 stehen bereits im Kalender. "Trotz allem hoffen wir natürlich, vielleicht doch noch einen guten Pächter zu finden", sagt Josef Kremer. So lange werden die Schützen das in Eigenregie weiterführen und sich immer wieder kompetente Hilfe ins Boot nehmen wie etwa zu Karneval. Dann übernehmen für einen Monat, wie berichtet, Ayse Baran, Norman Hoffmann und Daniel Maiß vom Panorama-Bistro und dem Empanadas an der Promenade die Gastronomie am Kapaunenberg.

Quelle: RP
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