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Emmerich
Kasernengelände: Startschuss fürs 200-Millionen-Euro-Projekt

Emmerich. Am Nollenburger Weg entsteht zunächst der Gesundheitswohnpark. Dann werden 70 weitere Baugrundstücke fürs Wohnen entwickelt. Investor Schoofs erwirbt Grundstück für Aldi-Markt.

Auf dem alten Kasernengelände ist der erste Spatentisch für die ersten Immobilien erfolgt, die auf dem rund 32 Hektar großen Areal gebaut werden. Bis Dezember 2017 sollen ein Pflegeheim sowie zwei Häuser für betreutes Wohnen stehen. Betreiberin ist die Korian-Gruppe. Die Investitionssumme für den ersten Baustein liegt bei 23 Millionen Euro. Dafür werden jetzt drei Blocks mit Mannschaftsunterkünften und das Wirtschaftsgebäude (Küche) abgerissen.

"Es bleibt nichts mehr stehen", sagt Engelbert Menne von der Mona GmbH, die das Grundstück von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erwarb: "Ich denke, dass wir im September mit dem Abbruch beginnen können." Bis dahin sind noch Auflagen des Naturschutzes zu erfüllen wie das Aufstellen von Vogelnistkästen.

Auch Neumarkt-Investor Josef Schoofs tummelte sich auf der Baustelle. Warum, sickerte schnell durch. Danach hat die Mona GmbH dem Kevelaerer ein Grundstück im Eingangsbereich verkauft. Es ist es rund 16.000 Quadratmeter groß. Dort will Schoofs einen Aldi-Markt und, wenn möglich, ein Fachmarktzentrum bauen. Der Discounter soll zeitgleich mit dem Pflegezentrum Ende '17 fertig sein.

Engelbert Menne stellte das Gesamtprojekt detailliert vor. Außer dem Gesundheitswohnpark werden 70 Baugrundstücke für Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickelt, ein Reitsportzentrum errichtet, und Gewerbe kann sich auf 90.000 qm ansiedeln. Zum Gesundheitswohnpark gehören auch noch eine psychosomatische Klinik, ein medizinisches Zentrum sowie Wohnanlagen für Service-Wohnen und Junges Wohnen mit Kita. Allein im Gesundheitswohnpark sollen 150 neue Arbeitsplätze entstehen. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich sogar auf 200 Millionen Euro.

"Das passt in die Region und tut der Stadt gut", sagte Menne, der das Projekt von Anfang an begleitete und Verwaltung und Politik für ihre Unterstützung bisher dankte.

"Heute geht es los. Es wird nicht mehr geplant, sondern geschafft", sagte Bürgermeister Peter Hinze gut gelaunt und sprach von einem "zukunftsweisenden Projekt" und einem "ersten zentralen Mosaikstein". Fast acht Jahre sei das Gelände ungenutzt geblieben (mit Ausnahme des Hochschul-Intermezzos): "Für Wunder muss man beten, für Veränderungen muss man arbeiten."

Joachim Sigmund, bis 2003 Kommandeur und damit Hausherr, skizzierte die Historie der Kaserne und äußerte den Wunsch des Traditionsverbandes nach einer Gedenktafel im Eingangsbereich, um die Erinnerung an 39 Jahre Bundeswehr wachzuhalten.

Die komplexe Einrichtung sei "integrativ innovativ, nach außen offen und auf die Bedürfnisse des Alters abgestimmt, erläuterte Eva Lettenmeier die Korian-Philosophie: "Ghettoisierung der stationäre Pflege war gestern." Emmerich sei jetzt der westlichste Standort von Korian, und sie sich sicher, "dass er ein Leuchtturm wird".

(nk)
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