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Emmerich
Katjes erhält Preis für 3D-Drucker

Emmerich. Die Besucher der Internationalen Süßwarenmesse in Köln wählten das innovativste Produkt. Von Maximilian Rehberg

Die Kölner Messehalle war wie das Schlaraffenland: Von überdimensionalen Süßigkeitentüten bis hin zu fließenden Schokofontänen gab es dort alles was das Herz begehrt. Drei Tage hatte das Fachpublikum bei der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln die Möglichkeit, süße Neuheiten aus über 65 Ländern anzusehen und natürlich auch zu probieren. Insgesamt kamen rund 38.500 Besucher, um die neuen Produkte der rund 1600 Aussteller zu sehen.

Der Handel aus dem In- und Ausland war erneut geschlossen vor Ort", freut sich Bastian Fassin, Vorsitzender des Arbeitskreises Internationale Süßwarenmesse und gleichzeitig Geschäftsführer beim Süßwarenhersteller Katjes aus Emmerich. An dessen Stand herrschte großer Andrang. Katjes präsentierte auf der Messe seinen 3D-Drucker für Fruchtgummi, die "Magic Candy Factory". Mit ihm ist es beispielsweise möglich, den eigenen Namen zu drucken. Geschmack und Aussehen sind dabei individuell anpassbar. Auch detaillierte Tierformen wie zum Beispiel ein Oktopus, eine Spinne oder eine Schlange sind erstellbar. Der 3D-Drucker wurde von den Besuchern als "Top-Innovation" ausgezeichnet.

"Wir freuen uns sehr, diesen wichtigen Preis gewonnen zu haben und sind unglaublich stolz. Wir sind uns sicher, schon bald feste Retail-Partner weltweit bekanntgeben zu können", so Melissa Snover, Managing Director von Katjes Fassin UK Ltd. und verantwortlich für die Katjes Magic Candy Factory. Zunächst geht es für das Katjes Start-Up nun nach Dubai: Am 21. Februar wird die Magic Candy Factory bei ihrem weltweit ersten Retail-Partner Candylicious gelauncht. Der Süßwarenladen wurde 2009 in der bekannten Dubai Mall eröffnet und ist einer der größten seiner Art.

Dabei war die Entwicklung der Maschine komplizierter als gedacht. Knapp neun Monate lang versuchte Katjes mithilfe einer neu entwickelten Gummimasse feste Formen herzustellen. Das war gar nicht so leicht, denn die flüssige Masse sollte ihre Form beibehalten, ohne zu zerlaufen. Mit dem Drucker wird eine Spezialmischung erwärmt und anschließend mittels einer Düse aufgebracht, so dass unterschiedliche Formen entstehen. Von einem Katjes-Team wurden dazu verschiedene Form per Software modelliert und in einen Code umgewandelt, der dem Drucker mitteilt, wo und mit welcher Geschwindigkeit und Häufigkeit er die Schichten aufbringen soll. Im Labor sind sieben unterschiedliche Farben entwickelt worden, die einzeln oder auch im Mix aufgetragen werden. Weitere sind in Planung. Die Magic Candy Factory ist nicht nur der erste auf 3D-Technologie basierte Drucker mit verzehrbaren, im Handel erhältlichen Produkten, sondern auch der schnellste. Der Druck eines 15 bis 20 Gramm schweren Fruchtgummis benötigt maximal fünf Minuten. Alle Produkte sind vegan, gluten- und laktosefrei. Sie werden ohne tierische Gelatine hergestellt.

Auch andere Hersteller präsentierten Innovationen. Der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut zeigte etwa eine neu entwickelte Schokolade, die länger für saubere Kinderhände sorgen soll. Während herkömmliche Schokolade bereits bei 34 Grad schmilzt, soll diese bis zu einer Temperatur von 37,9 Grad ihre Form beibehalten.

Quelle: RP
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