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Emmerich
Kieswerk: Startschuss für Neubau

Emmerich. Sechs Monate nach dem Brand im Holemans Kieswerk Ellerdonk beginnen jetzt die Arbeiten an der neuen Aufbereitungsanlage.

Sechs Monate liegt der spektakuläre Brand der Kiesaufbereitungsanlage zurück. Damals stand das Werk der Firma Holemans direkt am Deich in Bislich in Flammen. Es gab erhebliche Schäden, die Anlage war so schwer beschädigt, dass dort nicht mehr gearbeitet werden konnte. Jetzt sollen die Bauarbeiten für ein neues Kieswerk beginnen, so Claudia Kressin, Sprecherin des Unternehmens in einer Pressemitteilung. Die Stadt Wesel habe die notwendigen Genehmigungen erteilt.

Im Januar war die Demontage der beschädigten Anlage abgeschlossen. Der Stahl wird verschrottet. "Alle anderen Abfälle, darunter vor allem Kunststoffe und Gummi, wurden bereits sortenrein entsorgt. Das gilt auch für das so genannte Brandgut; das sind Stoffe, die durch den Brand unbrauchbar geworden sind", so Caludia Kressin. Stehen geblieben sind vom alten Werk lediglich die markanten roten Silos. Vor Ort ist gut zu sehen, dass sich schon einiges getan hat.

Der erste Schritt für den Neubau ist die Fundamentierung: Auf einer Fläche von etwa zwölf mal 20 Metern wird eine Betonplatte gelegt - vom Deich aus gesehen hinter den roten Silos. Teile dieser Bodenplatte sind schon fertig. Darauf wird nun Schritt für Schritt eine neue Aufbereitungsanlage errichtet. Herzstücke dieser Anlage sind Setz- und Siebmaschinen. "Sie sortieren schädliche Bestandteile aus dem Rohkies und trennen den Kies in verschiedene Kornklassen", erläutert Claudia Kressin.

Die neue Aufbereitungsanlage in Ellerdonk wird deutlich kleiner ausfallen: 18 Meter statt 26 Meter wird sie hoch sein. Auch wird die gesamte Anlage verkleidet.

Die Konfiguration der neuen Anlage werde geändert. Konkret wird die Reihenfolge der Prozesse umgestellt. Bisher wurde der Rohkies zuerst in Korngrößen getrennt und dann gesäubert. Künftig läuft es umgekehrt: Zuerst wird gesäubert, dann getrennt.

Thomas Derksen: "Der Vorteil ist, dass wir insgesamt weniger Maschinen brauchen, und dass wird weniger Strom und Wasser verbrauchen werden." Holemans investiert für den Bau der neuen Anlage nach eigenen Angaben zirka vier Millionen Euro.

Um den Ausfall des Werks in Bislich zu kompensieren, wird derzeit verstärkt im Werk am Reeser Meer gearbeitet.

(zel)
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