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Rees
Kinderärzte: Elterninitiative spricht mit Kassenärztlicher Vereinigung

Rees. Begleitet von Landrat Wolfgang Spreen haben sich Vertreterinnen der Elterninitiative für eine bessere ärztliche Versorgung im Kreis Kleve kurz vor Weihnachten zu einem zweiten Gesprächstermin mit dem Landesvorstand der Kassenärztlichen Vereinigung in Düsseldorf (KVNO) getroffen. Als weiterer Gesprächsteilnehmer war Dr. Gibis, Leiter der Abteilung für ärztliche Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), aus Berlin angereist.

Wie berichtet, gibt es derzeit in Rees keinen Kinderarzt. Auch in anderen Teilen des Kreises ist die Versorgung schlecht.

Nach seinem Referat über die Grundlagen der Bedarfsplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses stellte die Elterninitiative ihre Studie zum Nachweis der Benachteiligung der Region Kleve in den Planungsvorgaben vor. Intensiv wurden die Versorgungsprobleme im Kreisgebiet dann im Einzelnen diskutiert.

"Wir hatten den Eindruck, dass die KVNO-Spitze unsere Beschwerden durchaus ernst nimmt und versucht, uns mit konkreten Hilfsangeboten entgegenzukommen", so Katharina Schmink von der Elterninitiative. "Aber es bleibt die Sorge, dass vor allem die Krankenkassen versuchen werden, jede Verbesserung der Versorgung abzublocken. Wir werden aber sicher nicht akzeptieren, dass die Kostendämpfungspolitik der letzten 25 Jahre unverändert auf unserem Rücken und zum Nachteil unserer Kinder einfach fortgeführt wird!"

Landrat Spreen sagte in Düsseldorf die Unterstützung der Verwaltung für jeden niederlassungswilligen Arzt in allen organisatorischen Belangen zu und wies erneut auf die Möglichkeit der finanziellen Förderung von Hospitationen im Kreisgebiet hin. "Unsere Gruppe muss sich nun erst mal von der enormen Anstrengung der Studiendurchführung erholen", so Nicole Tenbrink von der Initiative, "dann werden wir versuchen, uns mit anderen betroffenen Regionen zu vernetzen, und die Ergebnisse unserer Untersuchung veröffentlichen."

Dabei ist die Elterninitiative für jede Unterstützung dankbar, Interessenten können unter E-Mail: aerztemangelnichtmituns@gmail.com" Kontakt mit ihr aufnehmen.

Quelle: RP
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