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Markus.balser
Kommentar Bittere Pille für Johannes Diks, Triumph für Christoph Gerwers

Emmerich. In Rees ist es so gekommen, wie es eigentlich immer kommt, wenn Wahlen sind: Die CDU hat sie gewonnen. Und zwar überraschend deutlich. Dass Christoph Gerwers so weit vor seinem SPD-Kontrahenten Karl van Uem liegen würde, war nicht zu erwarten. Zumal der Amtsinhaber kurz vor den Wahlen von verschiedenen Seiten Kritik einstecken musste. Geschadet hat es ihm nicht. Seinen Wahlerfolg vor sechs Jahren hat er sogar noch deutlich übertroffen. Van Uem hingegen gelang es nicht, den Wähler in Rees zu überzeugen.

Ganz anders stellt sich die Situation in Emmerich dar, wo die Verhältnisse schon immer etwas knapper waren. SPD-Kandidat Peter Hinze, der zum dritten Mal um das Amt des Bürgermeisters antrat, hat gestern einen Etappensieg errungen. Dass er so deutlich ausfiel, war ebenfalls nicht zu erwarten.

Für Johannes Diks eine bittere Pille, zumal er Hinze bei den letzten Wahlen mit 61,4 Prozent zu 27,8 Prozent noch deutlich auf Distanz hielt. In 2009 allerdings hatte die BGE keinen eigenen Kandidaten gestellt. Und dieses Mal mit Joachim Sigmund wohl einen guten Griff getan. 27 Prozent aus dem Stand, zwei Wahlbezirke gewonnen, in etlichen weiteren auf Platz zwei hinter Diks oder Hinze - das ist ein Achtungserfolg, der das ohnehin nicht gerade kleine Selbstbewusstsein der Bürgergemeinschaft weiter beflügeln dürfte.

Bei der Stichwahl allerdings werden die Karten jetzt noch einmal neu gemischt. In den nächsten Tagen wird es für SPD und CDU darauf ankommen, Wähler zu mobilisieren. Und darauf zu hoffen, dass die Wahlbeteiligung, die jetzt schon nicht gerade berauschend war, nicht noch weiter in den Keller geht.

Quelle: RP
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