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Emmerich
Krach in der BGE, Kukulies geht zur AfD

Emmerich. Gerüchte, Spekulationen und Wechsel: Wenige Tage nach der Bürgermeisterwahl brodelt es in der Emmericher Gerüchteküche mächtig. Von Christian Hagemann

Eine Auflistung:

Joachim Sigmund: Der Spitzenkandidat der BGE für das Bürgermeisteramt hat Krach mit seinen eigenen Leuten. Er empfiehlt seinen Wähler bei der Stichwahl am 27. September die Unterstützung von Peter Hinze (SPD). Die BGE-Fraktion trägt das allerdings nicht mit. Sie will sich neutral verhalten und niemanden bevorzugen. Sigmund hat gestern eine "persönliche Pressemittelung" verschickt, in der er seine Empfehlung schriftlich begründet. Das ist eine Kampfansage an die eigenen Leute. Sigmund soll sogar gedroht haben, den "Stecker zu ziehen", sollte sich bis Ende des Jahres nichts Grundlegendes bei der BGE geändert haben. Umgekehrt fühlen sich BGE-Kollegen von ihm gegängelt.

Joachim Sigmund FOTO: van Offern, Markus (mvo)

André Spiertz: Dem ehemaligen "Kronprinzen" der BGE wird schon längere Zeit eine Unzufriedenheit mit der BGE nachgesagt. Vor wenigen Wochen machte sich CDU-Ratsherr Botho Brouwer in einer E-Mail an alle Ratsmitglieder über Spiertz und dessen Endlos-Frageliste zum Kauf des Kolpinghauses durch die Stadt Emmerich lustig. Die BGE-Kollegen von Spiertz ließen es geschehen, zumal sie sich inhaltlich ebenfalls von ihm in dieser Angelegenheit distanziert hatten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass André Spiertz die BGE verlässt, ist zu hören.

André Spiertz FOTO: Archiv

Christoph Kukulies: Der Ratsherr gehörte mehrere Jahre der FDP an und war für sie auch im Rat. Nach Streitigkeiten trat er 2014 aus der Partei aus, behielt aber sein Ratsmandat. Zusammen mit Thomas Meschkapowitz (BSD, früher bei den Linken) sowie Werner Stevens (Die Linke) bildete er bisher die Fraktion "Embrica". Jetzt wechselt er noch einmal die Partei. Er hat sich der "Alternative für Deutschland" (AfD) angeschlossen, wie er gestern Abend in einer Mail an die Presse erklärte. Er tritt aus der "Embrica"-Fraktion aus, bleibt aber Ratsmitglied. Die AfD habe keinen Rechtsruck vollzogen, glaubt Kukulies.

Christoph Kukulies FOTO: NN

Markus Elbers: Der Stadtverbandsvorsitzende der CDU steht unter Druck. Die ehemalige CDU-Ratsfrau Gabi Hövelmann hat einige Wochen vor der Bürgermeisterwahl eine Kampagne gegen ihn gestartet. Elbers soll dem Vernehmen nach sein Amt als Chef der Partei aufgeben wollen. Sein Nachfolger soll angeblich Bert Gricksch sein. Er ist derzeit der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Emmerich-Mitte.

Quelle: RP
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