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Rees
Kräftemessen beim Lebenshilfe-Cup

Rees. Beim "Lebenshilfe I-Cup" am Samstag, 30. Januar, soll nicht allein das Gewinnen im Vordergrund stehen, sondern der Sport und Teamgeist. Von Michael Scholten

"Mal gewinnt man, mal verlieren die anderen", steht auf einer Bandenwerbung in der Indoor-Soccer-Halle von Volker Kullmanns Sport- und Freizeitzentrum am Groiner Kirchweg. Zum fünften Mal laden der Behindertensport des SV Rees und die Lebenshilfe Unterer Niederrhein zum "Lebenshilfe I-Cup" ein - ein Fußball-Turnier für Spielerinnen und Spieler mit und ohne Behinderung.

"Das Besondere ist, dass die Mannschaften nicht im Vorfeld feststehen, sondern erst am Tag des Turniers ausgelost werden", sagt Ole Engfeld von der Lebenshilfe. Jede Mannschaft besteht aus acht Personen, von denen je fünf zeitgleich auf dem Kunstrasen spielen. Frauen und Männer treten gemeinsam an. Auch Kinder ab zehn Jahren sind eingeladen, Seite an Seite mit Jugendlichen und Erwachsenen Tore zu schießen.

Der Reeser Edwin Irro hatte vor fünf Jahren die Idee zum Turnier. Gastronom Volker Kullmann stellt seither gratis seine Indoor-Halle zur Verfügung. "Da herrscht eine tolle Stimmung, weil die Netze dafür sorgen, dass der Ball immer im Spiel bleibt", sind sich Irro und Kullmann einig. Ole Engfeld hofft, in diesem Jahr erstmals die magische Marke von 100 Teilnehmern knacken zu können. Er ruft Sportmannschaften und Einzelsportler, Vereine und Organisationen, Schulen und Firmen dazu auf, ihre Kicker zum Turnier zu entsenden. Die kostenfreie Anmeldung kann bis zum 22. Januar bei Detlev Laufenburg (E-Mail laufenburg@lebenshilfe-rees.de", Telefon 02802 7566202) erfolgen.

Bürgermeister und Bayern-München-Fan Christoph Gerwers wird das Turnier am 30. Januar um 10 Uhr eröffnen, bereits eine Stunde vorher können sich die Teilnehmer warmspielen. Erwartet werden auch Spieler aus den Niederlanden, denn seit 25 Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem Sportinstuif De Liemers aus Didam. Noch internationaler setzt sich das Team vom FC Horizont zusammen: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge am Groiner Kirchweg entsendet ebenfalls Spieler zum "Lebenshilfe I-Cup".

Das Schiedsrichter-Team entscheidet am Ende, wer die verschiedenen Pokale verdient hat. Einer geht an die fairste Mannschaft, einer an den besten Spieler und den besten Torwart. Auch das schönste Tor wird prämiert. Die Zuschauer dürfen sich nicht nur auf spannenden Spiele freuen, sondern auch auf Verpflegung und eine Torschussmaschine, an der sie die Wucht ihrer eigenen Schüsse messen lassen können.

Peter Verweyen, der in den Werkstätten der Lebenshilfe arbeitet, freut sich auf seinen fünften I-Cup. "Das macht immer wieder Spaß", sagt der Abwehrspieler des PSV Wesel, der zuvor zehn Jahre in der Behindertenmannschaft des SV Rees aktiv war. Mathias Gotschling freut sich ebenso auf die sportliche Abwechslung wie Katrin Schwaak, die vor fast 20 Jahren ihre Liebe zum Fußball entdeckte. "Frauen machen inzwischen zirka 40 Prozent unseres Kaders aus, in der 1. Mannschaft haben wir drei Stammspielerinnen", sagt Edwin Irro vom SV Rees. Insgesamt umfasst die Behinderten-Fußballgruppe des Vereins inzwischen 50 Spieler. Alle Trainer gehören zum Personal der Lebenshilfe Unterer Niederrhein.

Quelle: RP
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