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Emmerich
DAK gibt Filiale auf

Emmerich. Am Freitag ist die DAK Gesundheit Geschichte in Emmerich. Dann nämlich wird die Filiale an der Willibrordstraße aufgegeben. Kunden der Krankenkasse müssen sich dann an das Servicezentrum der DAK in Kleve wenden.

Ausschlaggebend waren wirtschaftliche Gründe: "Vieles wird heute telefonisch oder online abgewickelt. Es sind immer weniger Kunden vorbeigekommen. Das hat sich dann irgendwann nicht mehr gerechnet", sagt Rainer Lange, Sprecher der DAK in Düsseldorf. Zuletzt waren zwei DAK-Mitarbeiter vor Ort, die allerdings ohnehin schon im Wechsel in Kleve arbeiteten.

Der Hüthumer Helmut Arntzen war über Jahrzehnte das Gesicht der DAK in Emmerich. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2000 war er Geschäftsführer der Krankenkasse. "Das tut natürlich schon sehr weh. Ich bedauere das außerordentlich", sagt er.

Die DAK eröffnete ihr Büro wieder unmittelbar nach dem Krieg in Emmerich. Zunächst mit ehrenamtlichen, dann mit hauptamtlichen Mitarbeitern. Ein gutes halbes Dutzend war in Emmerich beschäftigt. Helmut Arntzen war 1957 zunächst als Sachbearbeiter zur DAK gekommen. 1964 wurde er Geschäftsführer – ein Posten, den er 35 Jahre lang ausübte.
Vor zwei Jahren hatte bereits die Krankenkasse IKK classic den Standort in Emmerich aufgegeben, im Jahr zuvor die Barmer Ersatzkasse.


Kunden der DAK erreichen ihre Ansprechpartner jetzt an der Lindenallee 45 in Kleve. Dort sollen sie den gleichen Service wie in Emmerich erhalten und können bei Bedarf auch "ihren" zuständigen Mitarbeiter sprechen. Für Krankenversicherte, die nicht mehr mobil sind, könnten im Einzelfall auch Hausbesuche vereinbart werden, so DAK-Sprecher Rainer Lange.

(bal)
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