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Emmerich
Kreis plant "Urwälder von morgen"

Emmerich. Der Kreis Kleve hat vier neue Wildnis-Entwicklungsgebiete ausgewiesen. Am Geldenberg, in einem kleinen Bereich nahe des Tiergartens, in Materborn und am Tannenbusch soll der Natur erheblich mehr Freiheit gegeben werden, teilte Hermann Reynders, Abteilungsleiter Umwelt, im Naturschutzbeirat des Kreises mit. Auch der Uedemer Hochwald ist in einem Teil betroffen. Entstehen sollen durch die Unterschutzstellung "die Urwälder von morgen".

Nach dem neuen NRW-Naturschutzgesetz sollen Teilbereiche des Waldes nicht mehr holzwirtschaftlich genutzt werden, sondern sich selbst überlassen bleiben. Weil es ökologisch besser sei, vorwiegend solche Gehölze wachsen zu lassen, die tatsächlich in die Landschaft gehören, wurden aus einigen Bereichen Arten entfernt.

Künftig darf dort nämlich schweres Gerät nicht mehr genutzt und auch nichts mehr entnommen werden. Zudem ist es Spaziergängern, Reitern und Radfahrern verboten, diese Bereiche zu betreten. Reynders erklärte im Gebiet südlich der B 9 zwischen Kleve und Donsbrüggen wüchsen über 180 Jahre alte Buchen und 200 Jahre alte Eichen - ein wertvoller Baumbestand, der nun geschützt wird.

(nik)
 
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