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Veranstaltungs-Tipps
Kunstkino im Museum Kurhaus

Emmerich. Der neue Innenhof wird zum Freilicht-Kino: Eine ausgesuchte Reihe mit besonderen Filmen von Regisseuren wie Luis Bunuel bis Werner Herzog, jeweils Donnerstag um 21 Uhr.

Museumsleiter Prof. Harald Kunde will den neuen Innenhof zwischen den Flügeln des Friedrich-Wilhelm-Bades und dem Katharina-von-Kleve-Saal mit Leben füllen: Ab heute ist er an vier Donnerstagen dem Kunstkino gewidmet. Kunde und seine Kuratoren haben In Zusammenarbeit mit Reinhard Berens von den Tichelpark-Kinos eine Reihe von Filmklassikern zusammengestellt, die zwar nicht zum Mainstream-Kino gehören, aber in der Regel immer wieder sehenswert sind. Vor allem, wenn sie auf die große Leinwand dürfen.

Wie Luis Bunuels letzter Film "Dieses obskure Objekt der Begierde", der zugleich der erste Film der Französin Carol Bouquet war, die vier Jahre später als Bond-Girl international bekannt wurde. Sie teilt sich die Rolle der Conchita, die einen alternden Geschäftsmann (Fernando Rey) geradezu um den Verstand bringt, mit Angela Molina. Das Objekt seiner Begierde, diese Frau mit den zwei Gesichtern, bleibt für ihn unerreichbar. Bunuel, der große Vertreter des surrealen Kinos, drehte den Film 1977. Er ist heute 21 Uhr, zu sehen. (FSK 16 Jahre)

Der Donnerstag danach befasst sich mit einem Künstler: "Caravaggio". Die eigenwillige Filmbiografie von Regisseur Derek Jarman (1986) stelle mit bisweilen radikalen Ausdrucksmitteln den Lebensweg des italienischen Malers Carravagio (1573-1610), eines der großen Wegbereiter des Barock, dar, so Heinrich Dietz vom Museum Kurhaus. Auf der Berlinale Der Film, der mit dem "Silbernen Bären" auf der Berlinale 1986 ausgezeichnet wurde, läuft als Original mit Untertiteln, Donnerstag, 21. Juli, 21 Uhr. (FSK 12 Jahre).

Es folgt ein Werk des Großmeisters des britischen Kunstkinos, Peter Greenaway. In Kleve ist ein ganz neuer Film des Briten aus dem Jahre 2015 zu sehen: "Eisenstein in Guanajuato" stelle eine Hommage an den sowjetischen Ausnahmeregisseur Sergei Eisenstein ("Panzerkreuzer Potemkin"). "Dabei interessieren Greenaway eher beiläufig die intellektuellen oder künstlerischen Aspekte seines Schaffens, sondern vielmehr Eisensteins Umgang mit seiner Homosexualität", erläutert Dietz (FSK 16 Jahre).

Ein Schiff, das über einen Berg muss, der irrwitzige Klaus Kinski bei einem irrwitzen Versuch, ein Opernhaus im Dschungel des Amazonas zu bauen, stehen im Mittelpunkt von "Fitzcarraldo" von Werner Herzog am Donnerstag, 4. August,21 Uhr. Herzog drehte den Film im Dschungel 1982. Die Dreharbeiten und nicht zuletzt Klaus Kinski sollen die ganze Crew an den Rand des Wahnsinns geführt haben. Wie auch immer - es wurde ein Klassiker, ein imposantes Werk. mgr

Quelle: RP
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