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Emmerich
Kurioser Königsschuss in Grietherbusch

Emmerich: Kurioser Königsschuss in Grietherbusch
Theresa und Kai Uwe Timmermann sind das neue Schützenkönigspaar von Grietherbusch und Grietherort. FOTO: tholi
Emmerich. Kai Uwe Timmermann aus Millingen ist neuer König der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Grietherbusch-Grietherort. Beim Wettkampf waren auf einmal zwei Königsbewerber verschwunden.

Die Stimmung zum Start des Schützenfestes der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Grietherbusch-Grietherort war dem herrlichen Sommerwetter angepasst, hochgradig gut. Vor dem ersten Höhepunkt der Festtage galt es jedoch, die Marschfähigkeit der aus 58 Mann starken Kompanie unter Beweis zu stellen. Ihr Auftrag: Abholen des Brudermeisters und des Oberst beim Oberst, sowie der Majestäten mit Hofstaat am Pfarrheim. Ohne kühlende Erfrischungen ließ sich dieser "Gewaltmarsch" nicht bewältigen. Und zur Motivation der Truppe wurden vor dem Pfarrheim verdiente Schützen befördert.

Eine letzte Runde des noch amtierenden Königspaares Janek Brücker und Nane Schwarzkopf leitete das in der Endphase etwas kuriose und spannende Vogelschießen ein. Mit etwas Wehmut, aber zufrieden blickten sie auf ein schönes Jahr zurück. Der Wettkampf um die begehrten Trophäen des grünen Holzvogel mit dem leuchtend roten Zepter und dem Reichapfel wurde von den Zugkameraden mit wohlgemeinten Schießempfehlungen und lautstarken Gesängen begleitet. Zielsicher, aber auch glücklich hatte Steffen Maas vom 3. Zug nach den 47. Schuss den Kopf des großen Holzadlers geschossen. Schon beim 25. Schuss fiel der rechte Flügel. Hier hatte Michael Cornelissen vom 5. Zug die Nase vorn. Hartnäckiger gestaltete sich der Abschuss des linken Flügels. Beim 78. Schuss hatte es Dustin Terhorst vom 3. Zug geschafft. Für die restlichen Insignien des Vogels benötigten die zielsicheren Schützen jeweils gerade mal acht Kugeln. Gerhard Otten vom 4. Zug traf das Zepter, Ulli Lörcks vom 5. Zug den Reichapfel.

Gespannt warteten die Schützen und die vielen Zaungäste auf die Eröffnung des Finales, bei dem zunächst fünf Bewerber antraten. Doch zwei fehlten plötzlich. Sie verschwanden und tauchten offenbar in der festlich geschmückten Schießhalle unter. Es verblieben Ulrich Lörcks, Willi Schmitz jun. und Kai Uwe Timmermann

Schon nach wenigen Gewehrsalven wackelte der Holzvogel bedenklich und erhöhte damit die sichtbare Anspannung der drei verbliebenen Königsbewerber. Ein befreiender Aufschrei und frenetischer Jubel seiner Kameraden vom 7. Zug signalisierte: Kai Uwe Timmermann ist neuer König. Der 32-jährige Maschinenbaumechaniker wohnt in Millingen.

Er kommentierte seinen Erfolg mit nur zwei Worten: "Freude pur."

Durch den Pulk der Gratulanten kämpfte sich erfolgreich seine Frau Theresa, die als künftige Königin "ihren" König überglücklich in die Arme schloss. Sie nahm sich etwas mehr Zeit für ein Statement: "Es wurde Zeit, dass Kai Uwe den Vogel abschießt. Es war der dritte Versuch. Ich hoffe auf ein geiles Jahr, und dass wir mit dem Thron richtig viel Spaß haben werden!"

(het)
 
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