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Rees
Land ist auf "Rees 2" angewiesen

Auch wenn der Flüchtlingsstrom im ländlichen Raum momentan nachzulassen scheint, wird die neue Unterkunft in Haldern gebraucht.

Wird die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) im Halderner Depot überhaupt noch benötigt, wenn der Flüchtlingsstrom aktuell nachlässt? Das wollte die FDP-Fraktion in der jüngsten Ratssitzung wissen, aus Sorge, dass die Stadt Rees drei Millionen Euro in den Umbau des Depots investiert und das Land Nordrhein-Westfalen dann vom Vertrag zurücktritt.

Bürgermeister Christoph Gerwers verwies darauf, dass das Land weiterhin auf 60.000 Plätze in Erstaufnahme- und Zentralen Unterbringungseinrichtungen angewiesen sei und somit auch auf "Rees 2", wie die Halderner Einrichtung nun offiziell heißen wird.

Gerwers präsentierte aktuelle Zahlen aus Düsseldorf: Im Januar 2016 wurden NRW 19.359 Flüchtlinge zugewiesen, im Februar 15.715 und im März 4422. Dies bedeute aber nicht, dass die Zahlen bundesweit nennenswert gesunken seien. Vielmehr würden die Flüchtlinge derzeit jenen Kommunen zugewiesen, die ihre Quote bislang nicht erfüllt hätten. Dies seien vorrangig kreisfreie Städte.

Bei der Vorbereitung des Halderner Depots sei man "auf einem sehr guten Weg", um den zirka 380 erwarteten Flüchtlingen bald "vernünftige und menschenwürdige Wohnmöglichkeiten" bieten zu können. Allgemein will NRW aus Kostengründen keine Zentralen Unterbringungseinrichtungen für weniger als 500 Flüchtlinge betreiben. Indem die Halderner Einrichtung aber zur Reeser ZUE am Groiner Kirchweg gerechnet wird, die derzeit Platz für 164 Flüchtlinge bietet, wird die Gesamtzahl von 544 Plätzen erreicht.

(ms)
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