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Emmerich
Langer Samstag bald einmal im Monat?

Emmerich. Viele Geschäfte hatten am Samstag zum "Adventsshopping" bis 18 Uhr geöffnet - und viele Kunden nutzten das Angebot, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Die Organisatoren sind zufrieden und haben schon Ideen für die Zukunft. Von Monika Hartjes

Als Ersatz für den ausgefallenen verkaufsoffenen dritten Adventssonntag hatte die Emmericher Werbegemeinschaft für Samstag ein "Adventsshopping" organisiert. Die teilnehmenden Geschäfte hatten bis 18 Uhr geöffnet. "Mit der Aktion wollen wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, länger einzukaufen. Wir freuen uns, dass fast alle Händler in Emmerich positiv reagierten und beim Adventsshopping mitmachten", sagte der EWG-Vorsitzende Frans Bergman. "Es soll auch so etwas wie ein Probelauf sein: Wenn das gut angenommen wird, überlegen wir, einmal im Monat so einen langen Samstag anzubieten." Mit der Aktion wolle die EWG auch Gesicht zeigen und sich präsentieren. Zehn Weihnachtsbäume hatte die Werbegemeinschaft für die Dekoration besorgt. "Die schenken wir morgen den Organisatoren des Weihnachtsmarktes auf dem Aldegundisplatz, damit sie die Stände schmücken können. Wir wollen damit zeigen, dass wir den Weihnachtsmarkt unterstützen", sagte Frans Bergman.

Schönes Wetter, der Wochenmarkt und auch die Aktion lockten viele Besucher in die Stadt. Am Glühweinstand der EWG neben dem Rheincenter - dort gab es auch Kakao für die kleinen Besucher - kamen die EWG-Mitglieder mit den Leuten ins Gespräch. "Uns ist wichtig zu erfahren, was den Menschen in Emmerich in Bezug auf die Geschäfte fehlt", sagte Vorstandsmitglied Jan Stevens. "Und wir wollen auch zeigen, dass wir aktiv sind und etwas tun", sagte Sigrid Bisschop. "Weitere Ideen sind vorhanden, um Emmerich voranzubringen." Gerne griffen die Besucher auch zu bei den selbst gebackenen "Emmericher Eimer"-Plätzchen, die die "Glücksbäcker", eine Schülerfirma der Gesamtschule, gebacken hatten. Auch der Reibekuchenstand nebenan war stark frequentiert.

Die Geschäftsleute lobten das Adventsshopping, einige Händler boten Rabatt-Aktionen an. "Eine tolle Aktion", sagte Michael Terstegen, Geschäftsführer von Alexander-Moden, der sich auch freute, dass das Weihnachtsgeschäft "bisher sehr gut gelaufen ist". Ebenfalls zufrieden war Ulrich Kreutz. "In der ersten Woche lief es schleppend an, die zweite war besser. Heute läuft es sehr gut. Wir sind mit fünf Leuten Personal vor Ort und alle haben gut zu tun", freute sich der Juwelier. Erfahrungsgemäß sei die letzte Woche vor Weihnachten die erfolgreichste.

Auch bei "Schuh okay" standen viele Kunden am Samstag im Geschäft. "Wir haben zwar sonst an den Adventssamstagen auch bis 18 Uhr geöffnet, aber wenn das alle Geschäfte tun, dann lockt das mehr Leute in die Stadt", sagte Filialleiterin Julia Donner, die insgesamt mit dem Adventsgeschäft zufrieden war. Auch in der Filiale des Damenmodengeschäftes "Trendy fashion" lief der Weihnachtsverkauf gut. "Beratung ist bei uns das A und O, das wissen die Leute zu schätzen." Zu Weihnachten seien vor allem Geschenkgutscheine sehr gefragt.

Am Samstagnachmittag wurde mit einem kleinen "Sofakonzert" auch noch musikalisch etwas in der Emmericher Innenstadt geboten. Verschiedene Gruppen und Solisten wechselten sich ab, unter anderem "Bootsmann" aus Doetinchem, "Das Zwiebel", Marco Launert von der Rockschule und Sarah Hübers. "Damit möglichst viele die Musik genießen können, wechselt das Sofa seinen Standort vom Neumarkt zum Kleinen Löwen und zum Schluss steht es vor dem Rheincenter", sagte Wirtschaftsförderer Sascha Terörde, der mit dem Verlauf des "Adventshopping" zufrieden war.

Quelle: RP
 
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