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Rees
Luftlandung: Amerikaner haben richtigen Einsatz

Krieg in Rees: Historische Aufnahmen von der Luftlandung und dem Rheinübergang 1945
Krieg in Rees: Historische Aufnahmen von der Luftlandung und dem Rheinübergang 1945 FOTO: Andreas Endermann
Rees. So kann es gehen: Die aktuellen Krisenherde haben auch Auswirkungen auf eine Veranstaltung zum Kriegsende. Eigentlich sollten am Samstag die amerikanischen Fallschirmjäger von der 507th Parachute Infantry Regiment aus Fort Benning in Georgia (USA) in Speldrop abspringen und an die Luftlandung der Alliierten erinnern.

Doch die Soldaten sind nach RP-Informationen überraschend zu einem Einsatz im Ausland abkommandiert worden. Für sie springt eine in Kaiserslautern stationierte US-Einheit in gleicher Truppenstärke ein.

Wie berichtet, wird es am Samstag, 27. März, 14 bis 16 Uhr, aus Anlass des 65. Jahrestages der Luftlandung "Varsity" zu einer spektakulären Gedenkfeier an die damaligen Ereignisse kommen.

Soweit die Wetterlage es erlaubt, werden rund 120 amerikanische, britische und deutsche Fallschirmspringer gemeinsam im Bereich Speldrop abspringen.

Der historisch nicht ganz korrekte Platz (die Luftlandung erfolgte auf Mehrhooger Gebiet) wurde gewählt, weil es für so viel Fallschirmspringer aus Sicherheitsgründen einen entsprechenden Freiraum braucht. Um die Sicherheit für die Springer in der Absprungzone zu gewährleisten und um zu verhindern, dass Zuschauerverkehr Rettungswege zuparkt, wurde gemeinsam mit der Stadt Rees, dem Kreis Kleve, der Bundeswehr und der Polizei vereinbart, dass an diesem Tag der Bereich Speldrop und Androp großräumig für den Verkehr gesperrt wird. Fußgänger können an der Speldroper Straße das Spektakel verfolgen.

Es werden insgesamt elf britische Veteranen anreisen, unter ihnen Major Jack Watson, der am 24. März 1945 am Niederrhein mit dem Fallschirm gelandet ist und sich seit vielen Jahren um die Freundschaft mit der Bevölkerung bemüht.

Nach der großen Luftlandung als völkerverbindender Showact geht's nach Hamminkeln, wo um 18 Uhr in der evangelische Kirche der Gedenkgottesdienst beginnt. In dem Gotteshaus hielten die Alliierten in den 45er März-Tagen Frauen und Kinder aus dem Dorf gefangen. Geistliche der Gäste werden mit Pfarrer Stefan Schulz den Gottendienst halten. Danach geht's zum Gedenkstein an der Güterstraße, ehe um 20 Uhr ein Empfang im Rathaus beginnt. Dort wird Schülerin Medihaje Huriglice ein Banner der Völkerverständigung überreichen.

Quelle: RP
 
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