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"Markett" bleibt in der Familie

Rees: "Markett" bleibt in der Familie
Günter Markett geht, Ann-Christin Schneeweiß und Maik Baatsch (v. l.) übernehmen den Esserdener Traditions-Gasthof. FOTO: E. Pottgießer
Rees. Günter Markett zieht sich aus der Gastronomie zurück. Mit seinem Neffen Maik Baatsch hat er für den Gasthof "Zur Linde" einen Nachfolger gefunden, der frischen Wind in das Haus bringen, aber auch dessen Tradition pflegen möchte.

In Esserden hat es sich schon herumgesprochen. Gastwirt Günter Markett will sich aus der Gastronomie zurückziehen. "Man wird mich noch ab und zu hinter dem Zapfhahn antreffen, im Falle von Urlaub und Krankheit helfe ich natürlich auch aus", verspricht er. Der 52-Jährige hat einen Nachfolger gefunden: seinen Neffen Maik Baatsch. Mit ihm soll gastronomisch frischer Wind durch die Gaststätte "Zur Linde" wehen. Aber auch die Tradition soll im Gasthof weiter gepflegt werden.

Das heißt: Der Gastraum und die vier Kegelbahnen bleiben, die örtlichen Vereine werden auch künftig hier tagen können. Neu: Maik Baatsch will die Küche aufwerten. Er will gut bürgerliche Küche anbieten, sich an saisonalen und regionalen Produkten orientieren - mit wechselnden Angeboten. "Es wird gute Steaks geben, Braten, Fisch, Gemüse, alles frisch, keine Convenience-Produkte", konkretisiert der 29-Jährige.

Dass man sich auf Besonderes freuen darf, lässt sich schon an der Karriere von Maik Baatsch ablesen, die darin gipfelt, dass er seit Juni 2015 als Küchenchef im Grand Hotel Belvedere im schweizerischen Davos arbeitet, einem Fünf-Sterne-Hotel, das zur Steigenberger-Kette gehört. Hier hat er auch seine Lebensgefährtin Ann-Christin Schneeweiß kennengelernt, die dort als Hotelfachfrau tätig ist. "Eigentlich wollte ich dort nur eine Woche lang - während des Weltwirtschaftsforums - arbeiten", erzählt die junge Frau, die in Hilden aufgewachsen ist. Weil es ihr in dem Haus so gut gefiel, entschloss sie sich eine ganze Saison lang zu bleiben. "Inzwischen habe ich schon die vierte Saison hinter mir, in einer Woche beginnt die fünfte", sagt sie schmunzelnd. Ende Mai wird aber - ebenso wie für Maik Baatsch — endgültig Schluss in Davos sein. Dann will das Paar die Esserdener Traditionsgaststätte an der Alten Schulstraße übernehmen. "Die schon seit 1956 im Besitz der Familie Markett ist. Damals haben meine Eltern Karl und Wilhelma Markett die Gaststätte übernommen", blickt Günter Markett zurück. Mit Maik Baatsch bleibt das Unternehmen in der Familie.

"Wir wollen den Spagat schaffen, auf der Kegelbahn Gerichte für sechs, sieben Euro anzubieten, in Restaurant auch tolle Steaks für 21, 22 Euro", sagt er. Dazu frische Beilagen, selbst gemachte Soßen.

"Auch baulich geht es darum, die Weichen für die nächsten 20 Jahre zu stellen", sagt er. Der Eingang soll neu gestaltet, die Fassade erneuert werden, Der Restaurantbereich wird mit neuem Mobiliar neu gestaltet. Hier wird man künftig 64 Sitzplätze vorfinden. Und wenn der örtliche Schützenverein oder die Sportkegler tagen, wird kurzerhand der Raum dafür umgerüstet. Bis zu 120 Personen, egal ob bei Versammlungen, Geburtstagen oder Kommunionfeiern, sollen dann Platz finden. Hinzu kommen noch 60 Plätze im Biergarten.

(rau)
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