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Emmerich
Mehr als nur ein "Geheimtipp"

Emmerich. Die Grenzland-Draisine zwischen Kleve, Kranenburg und dem niederländischen Groesbeek lockt in jedem Jahr bis zu 30.000 Menschen an. Das Einzugsgebiet der Attraktion hat einen Umkreis von geschätzt etwa 150 Kilometern. Von Sabrina Peters

Seit 2008 ist die Grenzland-Draisine zwischen Kleve, Kranenburg und dem niederländischen Groesbeek mehr als nur ein Geheimtipp. Bis zu 30.000 Menschen nutzen pro Jahr die mobilen Draisinen, die sich mit einem fahrradähnlichen Antrieb von Kleve nach Nimwegen bewegen. "Unser Einzugsgebiet besteht aus einem Umkreis von ungefähr 100 bis 150 Kilometern", so Betriebsleiter Gerd Scholten. Das Gefühl, mit der Draisine durch eine wunderschöne Natur zu fahren, sei auch heute noch sehr beliebt.

Am vergangenen Samstag war die Draisine jedenfalls nahezu ausgebucht - wie beinahe jeden Samstag. "Das ist unser stärkster Tag in der Woche und wenn das Wetter - am besten trocken und etwa 22 Grad warm - mitspielt, ist am Samstag von morgens bis abends Betrieb", schildert Scholten. Dafür sei es wochentags etwas ruhiger, wenngleich der Seniorentag (jeden Mittwoch) und der Familientag (jeden Donnerstag) mit vergünstigten Angeboten ebenfalls lockten.

Mit dem vergangenen Jahr ist Scholten jedenfalls sehr zufrieden: "Erfahrungsgemäß sind Juli, August und September für uns auch die stärksten Monate." Sollte es einen "goldenen Herbst" mit trockenem warmen Wetter geben, rechnet der Betriebsleiter im Oktober noch mit starken Besucherzahlen. "Die Herbstferien sind bei uns dann auch immer noch sehr beliebt - für Familien, aber auch für Clubs oder Firmen. Scholten rechnet in diesem Jahr mit etwa fünf Prozent Besuchern mehr als im Vorjahr, also mit etwa 28.000 bis 29.000 Besuchern.

Dass man die wieder erreicht hat, sei auch einer Umstellung im eigenen Betrieb zu verdanken. "Wir haben uns nun verstärkt darauf konzentriert, den Interessenten auch Möglichkeiten aufzuzeigen, was sie in der Pause zwischen Hin- und Rückfahrt oder nach dem Ausflug noch alles erleben können", berichtet Scholten.

Eine Gruppe der Sportfreunde Vollmerhausen aus Gummersbach ist durchs Internet auf die Grenzland-Draisine gestoßen. "Wir wollten mal etwas anderes machen. Es ist wirklich klasse", sagt Andreas Dannhauer von den Sportfreunden, die nach der Draisinen-Fahrt noch mit dem Rad die Umgebung erkundeten. In Kranenburg blieb dagegen die Familie des Niederländers Onne Zijlstra: "Die Natur ist ja wirklich sehr schön und es ist toll, dass man als Familie zusammenarbeiten muss, dass man sich mit der Draisine in Bewegung setzt."

Wer auch mal einen Ausflug mit den 13 Club- oder 21 Fahrrad-Draisinen für Familien machen möchte, sollte nicht zu lange zögern. "Die Gruppen melden sich in der Regel bis zu sechs Wochen vorher an, um einen Platz zu bekommen. Familien können vor allem wochentags auch noch spontan anfragen", sagt Scholten. Jeder Interessent darf dann zwischen zwei Routen, entweder der zehn Kilometer langen zwischen Kranenburg und Kleve oder der zwischen Kranenburg und Groesbeek, die etwa fünfeinhalb Kilometer beträgt, auswählen. Die Grenzland-Draisine bietet zudem die Möglichkeit, auf einem gestellten Grill für 1,50 Euro pro Person und selbst mitgebrachtes Grillgut ein gemütliches Barbecue zu veranstalten. Am 31. Oktober endet die Saison für die Draisine mit einem großen Halloween-Special. Die Karten dafür betragen 27,50 Euro und beinhalten neben der Draisinen-Fahrt mit gruseligen Geschehnissen auf der Strecke auch eine Kürbissuppe im Caféhaus Niederrhein in Kranenburg.

Quelle: RP
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