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Rees
Mehrer Schützen passen ihre Satzung an

Rees. Gleich zu Beginn des Jahres zogen die Mehrer Schützen in einer Generalversammlung Bilanz und passten dabei ihre Satzung der Gegenwart an. "Die alte Ordnung war nicht mehr zeitgemäß und wir haben uns entschlossen, sie an die aktuelle Vereinslage anzupassen", erklärt Schriftführer Stefan Kunadt. Von Julia Latzel

So hatte in der alten Version noch "Stadtdirektor" anstatt "Bürgermeister" gestanden. Weitere Änderungen sind, dass Jugendliche ab 15 Jahren Mitglied im Verein werden dürfen, Campingfreunde auch zum Königsschießen zugelassen sind und die Mindestanzahl an Paaren beim Hofstaat von zehn auf acht reduziert wurde, sowie ein eigener Paragraf zum Thema Datenschutz. "In den meisten Fällen werden diese Änderungen bereits so praktiziert, deshalb stellen sie keine großen Neuerungen dar", so Kunadt.

Die neue Satzung wurde einstimmig von den 90 Schützen angenommen, die zur Generalversammlung erschienen waren. Einzige Ausnahme war ein Antrag auf eine Änderung im Stimmrecht von Ehrenvorstandsmitgliedern. Ein Schütze hatte gefordert, dass Ehrenvorstandsmitglieder kein Stimmrecht mehr erhalten, da er fürchtete, dass durch sie Entscheidungen des jüngeren Vorstandes überstimmt werden könnten. "Ich kann mich allerdings an keinen Fall erinnern, in dem so etwas passiert ist. Zudem sind von den über 30 Vorstandsmitgliedern nur neun Ehrenmitglieder. Außerdem trifft der Vorstand keine grundlegenden Entscheidungen, sondern bereitet Änderungen nur vor. Beschlossen werden sie von allen Schützen in der Generalversammlung", erläutert Kunadt. Das sahen auch die meisten anderen Schützen so, und die Änderung konnte nicht durchgesetzt werden.

Positiv blickten die Schützen auf das Schützenfest 2015 zurück, bei dem zum ersten Mal der umgestaltete Marktplatz zum Einsatz kam. So konnte das Zelt quer aufgestellt werden und die Schausteller konnten rund um den Festplatz stehen, sodass die Straße frei blieb. Das war Vorgabe der Kreisverwaltung gewesen, die die Ortsdurchfahrt nicht mehr sperren wollte.

"Wir haben viel positives Feedback zum neuen Zeltstandort bekommen und sind sehr zufrieden. Vor allem am Samstag war es rappelvoll. Auch viele Gäste aus der Umgebung waren gekommen. Durch die Umgestaltung fühlte man sich immer mittendrin im Geschehen", freut sich Kunadt. Und auch Schützenpräsident Norbert Scheepers meint, dass das Schützenfest in die "Hall of Fame" der besten Mehrer Schützenfeste gehört.

Als Beisitzer und Zugwart wurde Rainer Roes einstimmig wiedergewählt. Er ist unter anderem für den Martinszug verantwortlich.

Das nächste Ereignis steht auch schon wieder vor der Tür: der Karnevalsumzug am Rosenmontag, an dem die Mehrer Schützen mit fünf Wagen und einer Fußgruppe teilnehmen. Am Samstag vorher findet wieder der Büttenabend statt, für den am 24. Januar in der Gaststätte "Zum Hirsch" der Kartenvorverkauf beginnt.

Quelle: RP
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