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'S-Heerenberg
Missbrauch: Skandal auch in 's-Heerenberg

Chronik zum Missbrauch an Jesuitenschulen
Chronik zum Missbrauch an Jesuitenschulen FOTO: APN
Die Niederlande werden seit dem Wochenende von einem Missbrauch-Skandal in der katholischen Kirche erschüttert. Im Mittelpunkt steht dabei das alte Kloster in ‘s-Heerenberg. In den 60er und 70er Jahren sollen dort Mitglieder des Salesianer-Ordens Schüler missbraucht haben. Von Christian Hagemann

Ein niederländischer Sender und eine Tageszeitung haben über den Fall berichtet. Danach soll es mehrere Fälle in dem römisch-katholischen Kloster direkt hinter an der Grenze zu Emmerich gegeben haben. Das Kloster hieß damals noch "Don-Rua-Kloster” und wurde vom Salesianer-Orden geleitet. Später wurde daraus "Gouden Handen”.

Mindestens drei Schüler, vielleicht noch mehr, sollen Opfer geworden sein, schreibt der "Gelderlander”.

Ein ehemaliger Schüler hat in einer TV-Sendung erklärt, dass es damals im Kloster und auch in ‘s-Heerenberg bekannt war, dass Patres Schüler missbrauchten.

Ein Mitglied des Ordens soll zudem als Lehrer in einer Schule in Doetinchem einen Schüler missbraucht haben. In einem weiteren Fall soll es während einer Skifreizeit zu Übergriffen gekommen sein. In einem anderen Fall habe der Missbrauch im Zimmer eines Paters stattgefunden.

Die Leitung des Ordens soll über die Vorfälle informiert gewesen sein, schreibt die niederländische Presse. Der höchste Leiter des Ordens in den 60er und 70er Jahren ist heute Bischof von Rotterdam. Er hat auf Medien-Anfragen bislang noch nicht reagiert.

 
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