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Emmerich
Nach Köln: Mehr Polizei, keine Panik

Emmerich: Nach Köln: Mehr Polizei, keine Panik
FOTO: van Offern, Markus
Emmerich. Tulpensonntagszug in Emmerich: GECK und Ordnungsamt sind wachsam, aber sie bleiben gelassen. Lediglich "ein paar Polizisten mehr und weitere Kollegen vom Ordnungsamt" seien zusätzlich im Einsatz, so Ordnungsamtsleiter Runge. Von Monika Hartjes

Mit über 1500 Teilnehmern und insgesamt 50 Zugnummern wird der diesjährige Tulpensonntagszug etwa so groß wie in den Vorjahren. Zugleiter Henning Cybulski und sein Team sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Am Donnerstagabend trafen sich die Teilnehmer zur Vorbereitung in der Gaststätte "Leegmeer-Stuben". Dort standen besonders die Sicherheitsfragen im Mittelpunkt. Ulrich Runge, Leiter des Ordnungsamtes, stand Rede und Antwort.

Jedes Jahr muss der Veranstalter ein Sicherheitskonzept vorlegen, unter anderem werden Ansprechpartner angegeben, Fluchtwege aufgelistet, der Einsatz von THW, Polizei, Malteser und Feuerwehr sichergestellt. In diesem Jahr muss zusätzlich eine genaue Liste der "Wagenengel" beim Ordnungsamt vorgelegt werden und zwar "achspositionsbezogen", das heißt, jedes Rad an Zugfahrzeug und Anhänger hat einen namentlich genannten "Wagenengel" - pro Fahrzeug mindestens acht. "Wir wollen, dass jedem bewusst ist, dass der, der da an dem Rad läuft, eine sehr, sehr große Verantwortung übernimmt", sagte Runge Es kamen Diskussionen auf, dass jemand krank werden könnte oder zwischendurch zur Toilette müsse. Natürlich dürfe die Person auch mal wechseln, aber auch die zweite Person müsse namentlich aufgeführt werden, so Runge. Außerdem gelte sowohl für die "Wagenengel" als auch auf dem Wagen: kein Alkohol. Die Stadtwerke sponsern in diesem Jahr neue Westen für die "Wagenengel".

Auf die Nachfrage, ob es denn wegen der Kölner Vorkommnisse Veränderungen gebe, sagte Runge: "Ein paar Polizisten mehr und weitere Kollegen vom Ordnungsamt, sonst hat das keine Auswirkungen auf unseren Zug". Er sprach noch das Problem der kleinen Glasfläschchen an. "Da soll man lieber auf größere Gebinde oder Kunststofffläschchen zurückgreifen." Im vergangenen Jahr sei eines der Minifläschchen von der Kehrmaschine beim Aufräumen in ein Fenster katapultiert worden, da sei man froh gewesen, dass keiner zu Schaden gekommen ist. Außerdem sollten die Teilnehmer das Publikum auffordern, die leeren Flaschen in die von der Stadt aufgestellten Container zu entsorgen.

Eine Änderung ergibt sich beim Zugweg. Da auf der Steinstraße ein Haus abgerissen wurde, fährt der Zug vom Geistmarkt und Steinstraße aus links ab in "Hinter dem Engel", durch die Gasthausstraße in die Ölstraße. Dann den bekannten Weg durch Bau-, Hühner- und Kaßstraße, Alter Markt und den Hinweg dann auch zurück "Es ist eng, wir werden wohl ein paar Schilder abbauen müssen, aber ich denke, dass es passt. Zur Sicherheit werden wir das mit einem großen LKW noch einmal ausprobieren", erklärte Runge.

Unter den 50 Zugnummern sind sieben Kapellen, 20 Fußgruppen und 21 Wagen. Als letztes kommt der "Prinzenbus". "Mehr wissen wir auch nicht, der Prinzenwagen ist eine Überraschung", sagte Henning Cybulski. Größte Gruppen sind der Dornicker Karnevalsverein mit rund 90 Personen und die Emmericher Landstreicher mit 76. Der "Bienener Spaßclub" ist zum ersten Mal dabei, die Landjugend zum letzten Mal. Ihr Motto: "Der letzte Zug - die KLJB sagt Tschüss." Nach dem Zug findet die "After-Zug-Party" auf dem Geistmarkt statt. Ulrich Runge bittet, dass die Wagen sich auf dem Geistmarkt und Rathausvorplatz aufstellen. "Wer schon wegfährt, sollte das schnell tun, um die Liegendanfahrt zum Krankenhaus nicht zu behindern", sagte er. Jetzt hoffe er bei seiner Premiere nur noch auf gutes Wetter, sagte Henning Cybulski.

Quelle: RP
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