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Rees
Netzausfall in Haffen und Mehr

Rees: Netzausfall in Haffen und Mehr
FOTO: pixabay
Rees. Wie es ist, ohne Telefonanschluss zu leben - davon könnte Erwin Zell mittlerweile mehrere Geschichten erzählen. Nachdem der Haffener, der auf der Velthuisenstraße wohnt, bereits Ende letzten Jahres bald gut zwei Wochen ohne Festnetzanschluss der Telekom auskommen musste und einige Monate zuvor ebenfalls für ein paar Tage, ist jetzt bei ihm schon wieder seit gut vier Tagen die Leitung tot. Und nicht nur bei ihm. Auch andere Anwohner in Haffen, vor allem aber in Mehr - und wie Zell gehört hat offenbar auch in Mehrhoog - haben momentan keinen funktionierenden Festnetzanschluss mehr. Von Markus Balser

Warum, weiß Erwin Zell nicht. Obwohl er es mehrfach versucht hat, konnte er via Handy bislang noch nicht zur Hotline der Telekom durchdringen. "Die ist wahrscheinlich überlastet", vermutet der Haffener.

Möglicherweise hat der Ausfall seines Anschlusses mit einer Störung zu tun, die seit Donnerstag vor allem den Bereich Mehr betrifft. Dort sind gut 100 Telefonanschlüsse der Telekom tot. Für manche verwirrend: "Bei meinem Nachbarn um die Ecke funktioniert alles ohne Probleme, Festnetz wie Internet. Bei mir aber nicht", schilderte gestern ein Mehrer die Lege.

Wie eine Anfrage der RP bei der Telekom ergab, ist für den Netzausfall eine defekte Kabelmuffe verantwortlich, in die Wasser eingedrungen ist. Viel mehr konnte eine Telekom-Sprecherin gestern Nachmittag zunächst auch noch nicht mitteilen. Aufgrund der Unwetter anderenorts habe das Unternehmen derzeit bundesweit eine Vielzahl von Störungen abzuarbeiten. Ein Tiefbau-Unternehmen sei mit der Behebung des Schadens in Mehr beauftragt worden. Es sollte sich noch gestern ans Werk machen. Die Arbeiten sollten noch gestern Abend beendet werden, so dass dann heute mit der Montage begonnen werden kann. Auskunft der Telekom, Stand 16.30 Uhr: Im Laufe des Samstagnachmittags soll der Schaden behoben sein.

Das dürfte die Betroffenen freuen. Doch ein grundlegendes Problem löst das nicht. Erwin Zell beispielsweise ärgert sich vor allem über die schlechte Erreichbarkeit und die Informationspolitik des Unternehmens, wenn es mal drauf ankommt. Denn das gleiche Problem hatte er bereits vor einem halben Jahr erlebt. Auch damals konnte ihm niemand weiterhelfen. Da war er immerhin nach langem Hängen in der Warteschleife zu einer Mitarbeiterin der Telekom-Hotline vorgedrungen. Doch das Problem lösen oder ihm sagen wie lange er noch ohne Telefon auskommen musste, konnte sie nicht.

Auch dieses Mal sah es nicht viel anders aus. Weitere Betroffene berichteten unserer Redaktion davon, dass sie über 30 Minuten in der Warteschleife hingen. Als sich dann endlich ein Ansprechpartner meldete, gab es weder eine konkrete Hilfe noch eine Aussage über die voraussichtliche Dauer der Störung. Andere wurden nach langem Warten gebeten, noch einmal neu anzurufen, weil es gerade eine Störung im Computersystem der Telekom gegeben habe.

Das Unternehmen rät seinen Kunden im Falle eines Festnetzausfalls, über seine Hotline (0800 3301000) eine vorübergehende Rufumleitung aufs Handy einrichten zu lassen. So ist man zumindest von außen über die Festnetznummer erreichbar.

Ob damit alle zurechtkommen, ist zu bezweifeln. Vor allem ältere Bürger, die kein Handy haben oder nicht technikbewandert sind, kann damit wohl kaum geholfen werden. So sieht es auch Erwin Zell: "Wir haben hier eine ältere Dame in der Nachbarschaft wohnen, die ohne ihr Telefon von der Außenwelt völlig abgeschnitten ist."

Tote Leitungen in Teilen beider Dörfer. Rund 100 Anschlüsse sind betroffen. Heute Nachmittag soll laut Telekom wieder alles laufen.

Quelle: RP
 
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