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Emmerich
Netzwerk gegen Verbreitung der multiresistenten Erreger

Emmerich. In den Kreis Klever Krankenhäusern wurden im Jahr 2015 fast 41.000 Nasenabstriche gemacht.

Rund 60 Personen aus dem Krankenhausbereich, der niedergelassenen Ärzteschaft und den Pflegeheimen kamen zur Sitzung des Netzwerks gegen die zunehmende Verbreitung von multiresistenten Erregern (MRE-Netzwerk) ins Kreishaus. Als Referenten traten neben Dr. Martina Scherbaum, Leiterin der Abteilung Gesundheitsangelegenheiten, die die Sitzung auch moderierte, Dr. Alexander Kirov, Mikrobiologe des Hygieneinstituts Gelsenkirchen, und Martin Mey, Gesundheitsaufseher in der Abteilung Gesundheitsangelegenheiten, auf.

Intensiv erläutert und besprochen wurden neben den hygienischen Bemühungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen im Kreis Kleve zur Verhinderung der Weiterverbreitung multiresistenter Keime auch die Anforderungen an eine verantwortungsvolle Antibiotikatherapie zur Verminderung der Entstehung von Resistenzen. In den Kreis Klever Krankenhäusern wurden im Jahr 2015 fast 41.000 Nasenabstriche zur Erkennung einer Besiedlung mit dem Keim MRSA bei stationärer Aufnahme gemacht. MRSA ist die unter Medizinern bekannte Abkürzung für Methicillin-resistenter-Staphylokokkus-aureus. Er ist einer der Infektionskeime, die insbesondere im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen zu schwerwiegenden Komplikationen führen können. "Sicherlich ist die intensive Suche nach dem Erreger und die daraus abgeleiteten Hygienemaßnahmen mit dafür verantwortlich, dass im Kreis Kleve die Raten unterhalb der von Vergleichskrankenhäusern in Deutschland liegt", betonte Dr. Scherbaum. Das MRE-Netzwerk wurde bereits im Jahr 2008 von der Kreisverwaltung ins Leben gerufen, um mit allen Beteiligten die Verbreitung der Erreger, die resistent gegen Antibiotika und damit schwer behandelbar sind, zu verhindern.

Quelle: RP
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