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Emmerich
Neuer Rekord beim Kindertrödel

Emmerich: Neuer Rekord beim Kindertrödel
Tolles Wetter und dazu eine große Auswahl an Spielzeug: Der Kindertrödelmarkt am Wochenende war ein voller Erfolg. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Sommerliche Temperaturen machen es möglich: Mehr als 100 Teilnehmer waren bei der traditionellen Verkaufsveranstaltung im Spaßbad. Kinder hatten wieder die Möglichkeit, ihre alten Spielsachen zu verkaufen. Von Monika Hartjes

Sonntagmorgen, 9 Uhr am Freizeitbad Embricana: Tapeziertische und Pavillons werden aufgebaut, Kisten voller Kleidung und Spielzeug angeschleppt. Es ist wieder Kindertrödelmarkt auf der Liegewiese des Freibades

"67 Teilnehmer hatten sich im Vorfeld angemeldet. Aufgrund des schönen Wetters haben aber etliche nachgefragt, ob sie spontan kommen dürfen. Das wird heute wohl eine Rekordbeteiligung mit über 100 Händlern", freute sich Reiner Angenendt, der für die Standaufsicht zuständig war. Viele seien "Wiederholungstäter", hätten in den vergangenen Jahren gute Geschäfte gemacht. "Wir nehmen nur zwei Euro Standgebühr."

Der Kindertrödelmarkt im Embricana hat eine lange Tradition. "Mindestens zehn Jahre, eher noch mehr, gibt es ihn", sagte Schwimmmeisterin Kirsten Otten. "Auch im Schwimmbad rechne ich heute mit sehr vielen Badegästen, so dass der Trödelmarkt noch mehr Besucher haben wird."

Kaum waren die ersten Stände aufgebaut, begannen auch schon die Geschäfte. Das Angebot war riesig, es gab viele Schnäppchen. So konnte man in einer Bücher-Grabbelkiste Bilderbücher zu je einem Euro aussuchen, Kleidung wie Jogginghosen für Babys gab es bereits ab 50 Cent und ein Junge bot eine Kiste voller Modellautos an - das Stück zu zehn Cent. Es gab sogar eine "Kostenlos-zum-Mitnehmen"-Kiste mit Kassetten, Plüschtieren und kleinen Täschchen. Ganze Babyausstattungen wurden verkauft, vom Unterhemd und Söckchen bis zum Hochstuhl, Kinderbett und Kinderwagen.

"Wer den Maxi-Cosi kauft, bekommt einen Plüsch-Elch dazu", bot eine Verkäuferin an. Neben PC-Spielen, Gameboys und CDs wirkten der Kaufladen, das kleine Kasperletheater aus Holz und Bauklötze geradezu nostalgisch. Ein Berg-Kettcar konnte man für 270 Euro erwerben, neben Schwimmringen und Badekleidung wurden auch Schlitten und Fietsen angeboten.

Aus etlichen Hobbys waren die Kinder herausgewachsen: Reitstiefel, Inliner oder Fußballschuhe standen in großer Zahl auf den Tischen. "Die sind Größe 35, die hat mein Sohn im vergangenen Jahr noch getragen. Jetzt braucht er Größe 38", sagte eine Mutter. Die 13-jährigen Zwillinge Alina und Kira Giltjes verkauften PC-Spiele, Jeans und Drum-Sticks. "Ich habe mal Schlagzeug gespielt", erzählte Alina.

Lina-Jo Schmidt aus Haldern verkaufte gemeinsam mit Oma Ilka Köhler Kleidung und Spielzeug. "Mit den Barbies spiele ich nicht mehr", meinte die Zehnjährige. "Ich bin lieber jeden Tag auf dem Ponyhof." Sie spare für ein eigenes Pferd und werde das eingenommene Geld dafür verwenden, erzählte sie. Während die Kinder nach einiger Zeit auf der Hüpfburg tobten oder ihre eigenen oder gerade neu gekauften Tennis- und Ballspiele ausprobierten, hielten die Eltern am Stand die Stellung. Später wurde auch noch der Grill aufgebaut, so dass sich die Käufer und Verkäufer mit leckeren Würstchen stärken konnten.

Quelle: RP
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