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Rees
Neues Netzwerk für 50-Jährige

Rees: Neues Netzwerk für 50-Jährige
Radtouren sind nur eine von vielen Ideen, die Karola Limbach (links) mit ihrem "Netzwerk 50 +/" in Haldern in Gang bringen will. Pfarrerin Elke Spörkel schiebt die neue Initiative gern mit an. FOTO: Michael Scholten
Rees. Karola Limbach möchte in Haldern Menschen zusammenführen, die um die 50 Jahre alt sind. Gemeinsame Aktivitäten sollen das dörfliche Miteinander fördern. Am kommenden Montag findet das erste Treffen statt. Von Michael Scholten

Die Angebote für Jugendliche in Haldern genießen weit über die Grenzen des Lindendorfs einen guten Ruf, auch Senioren finden im Reeser Ortsteil ein breites Freizeitangebot. Doch was ist mit Menschen um die 50 Jahre?

Natürlich gibt es ein reges Vereinsleben, doch was nützen Kirchenchor, Blasorchester, Sportverein oder Schützenbruderschaft, wenn man einfach nur mal Lust auf ein gutes Gespräch, eine Radtour oder gemeinsames Kochen hat?

Karola Limbach, heute 55 Jahre alt, fiel vor einigen Jahren in das sprichwörtliche Loch, als die Scheidung durch war und ihre erwachsenen Kinder das Haus verließen. Obwohl der Garten, der Hund, ihr Beruf als Restaurantfachfrau und ihre Kurse als Gesundheitsberaterin Karola Limbach auf Trab hielten, vermisste sie Aktivitäten mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen.

So entstand die Idee zum "Netzwerk 50 +/-", das Menschen aus Haldern und Umgebung zusammenführen soll, egal wie deren Familienstand, Beruf oder Konfession ist. Nur um 50 sollten sie sein. Am Montag, 18. Mai, findet ab 20 Uhr das erste Treffen für alle Interessierten im evangelischen Gemeindehaus am Irmgardisweg statt. Pfarrerin Elke Spörkel stellt den großen Saal zur Verfügung und hat Karola Limbach auch sonst volle Unterstützung zugesagt.

"Wir bieten die Infrastruktur und machen Werbung im Gemeindebrief, doch die Ideen für alle Aktivitäten müssen von den Interessenten selbst kommen", sagt die Pfarrerin und erklärt: "Früher bereitete man sich mit 55 Jahren auf die Rente und sein Lebensende vor, doch heute markiert dieses Alter allenfalls einen Einschnitt, mal als Lebenskrise, mal als zweiter Frühling." Man sei mit 50plus bereit für neue Herausforderungen, müsse dafür aber zuweilen auch neue Leute kennenlernen. "Unser Netzwerk soll das dörfliche Miteinander fördern", sagt Karola Limbach. "Menschen, die ohne uns keinen Kontakt zueinander hätten, kommen so ins Gespräch. Wir bieten uns gegenseitig Hilfe an und achten aufeinander." In Schermbeck, Drevenack oder Büderich haben sich vergleichbare Netzwerke schon bewährt, betonen Karola Limbach und Pfarrerin Spörkel.

Nun hoffen beide auch in Haldern auf Radtouren, Kochkurse, Tanzabende, Lesungen, Musizieren, Philosophieren, Spaziergänge und viele andere Aktivitäten. "Viele meiner Bekannte sind von der Idee begeistert", sagt Karola Limbach, "sie wollen am Montag kommen und nehmen dafür zum Teil auch längere Anfahrten in Kauf."

Wer am Gründungsabend verhindert ist, aber trotzdem zum "Netzwerk 50 +/-" gehören möchte, kann sich an Karola Limbach (02850 9016466) oder Elke Spörkel (0172 8247122) wenden.

Quelle: RP
 
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