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Emmerich
Neunter Eltener Spargeltag leidet unter dem schlechten Wetter

Emmerich: Neunter Eltener Spargeltag leidet unter dem schlechten Wetter
Besichtigungstour auf dem Spargelhof Derksen mit den Mitarbeitern Silvia Hetterscheid und Ludwig Krachten. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Es ist windig unter dem Turm von St. Martinus. Kein schönes Wetter für den Start einer neuen Spargelsaison. "Zu kalt. Wir brauchen eigentlich 20 bis 22 Grad, damit die Pflanze kontinuierlich wachsen kann", so Johannes Derksen vom gleichnamigen Spargelhof.

Derzeit "schüttelt" sich der Spargel bei gerade einmal durchschnittlich 14 Grad im Boden. Da nützen auch Plane und Schlauch dem Edelgemüse zum Wachsen nicht viel.

Heiner van Bebber kann sich gut an seine Kinderjahre erinnern. Da wurde bei Omas Geburtstag auf dem Spargelhof der Familie schon die erste junge Stange am 19. April kredenzt. Jetzt der Witterung zur Folge müssen die Arbeiter teilweise fünf Kilometer pro Tag zurücklegen, um den Spargel zu ernten. Anders als in der warmen Zeit, in der die Köstlichkeit Zentimeter für Zentimeter aus dem Boden sprießt.

Während Manuela und Peter Winkelmann von den Ratsstuben schnell den Flammkuchen mit dicken Stücken Spargel im heißen Zustand den schon versammelten Gästen mit den Worten, "Esst mal schnell, bevor er kalt wird", kredenzen, ziehen dunkle Wolken auf.

Wirtschaftsförderer Johannes Diks hatte gerade den Spargeltag eröffnet und Tourismus-Chefin Dr. Manon Loock-Braun lag mit dem Eltener Spargelfachgespräch mit Hotelier und Koch Theo Wanders, Metzgermeister Walter Bröder und Panton vom Oude Posthuis und Peter Winkelmann in den letzten Zügen, da gab es Wind, garniert mit Schneeflocken und Wasser von oben.

Einpacken hieß es für den Bundesschützen-Musikverein. Der sorgte zunächst für schöne Klänge unter freiem Himmel, wobei einige der großen Truppe gerade einmal 50 Zentimeter von der Bordsteinkante zur L7 (B8) entfernt saßen. Die Musiker hatten sich schon von Theo Wanders mit Glühwein und Kaffee bei diesen Temperaturen versorgen lassen. Sefie Hirschberg hingegen ließ sich die heiße Spargelcremesuppe von Panton vor dem Verkaufsstand mit Spargel, Sauce Hollandaise und Erdbeeren trotzdem schmecken. "Die Suppe wärmt", erklärt sie.

Während sie noch isst, macht sich der Musikverein auf in die gute Stube im Hotel Wanders. Etwas April-untypisch roch es ziemlich nach Glühwein beim Betreten des Gebäudes. Und hier und da servierte mit einem lockeren Spruch Metzger Walter Bröder die Schinkenröllchen und Blätterteig-Spargel-Snacks.

Die Gäste der guten Spargelküche ließen es sich nicht nehmen und aßen noch gerne eines der Spargelmenüs bei Wanders und starteten danach zu einem Abstecher auf die Höfe der Familien van Bebber und Derksen und ließen sich etwas über Geschichte und Ernte des weißen Goldes erklären.

(dk)
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