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Emmerich
Open-Air-Premiere zieht die Besucher an

Emmerich. Volles Haus beim Kindertheater am Freitag, viele Lacher am Samstag mit "Hocker-Rocker" Markus Krebs und begeisterte Besucher gestern beim Frühschoppen: Die Open-Air-Premiere am Schlösschen Borghees war ein voller Erfolg. Von Monika Hartjes

Laue Sommerabende und geselliges Miteinander in idyllischer Umgebung, kühle Getränke, leckere Grillwürstchen und dazu beste Unterhaltung - das alles bot das Open-Air-Wochenende am Schlösschen Borghees.

Am Freitagabend hatten rund 100 Kinder mit Eltern und Großeltern viel Spaß beim Familientheater "Das kleine Gespenst". "Da kam auch eine Großmutter mit ihren Enkeln, die das Buch von Otfried Preußler dabei hatte und erzählte, dass sie es gerade vorlese. Der Theaterbesuch passte dann wunderbar dazu", sagte Vera Balkmann von den Kulturbetrieben und lobte: "Die Schauspieler von der Burghofbühne Dinslaken haben das ganz toll gemacht und die Kinder immer wieder mit einbezogen."

Am Samstagabend war dann Comedy angesagt, als Top-Act sorgte "Hocker-Rocker" Markus Krebs für viel Gelächter. Mehr als 200 Besucher ließen sich den Spaß im gemütlichen Gartentheater, umgeben von hohen Bäumen, nicht entgehen. Und auch für den Comedian war es eine neue Erfahrung. "Open Air und auf einer Bühne, die größer ist als der Zuschauerbereich, das habe ich noch nicht erlebt", meinte er. Dann ließ das bekannte Ruhrpott-Original einen Witz nach dem anderen los. Er "outete" sich als jemand, der "Ping-Gerichte", also Mikrowellenessen, verspeist, berichtete über "Steuerklassenveränderinnen", also Ehefrauen, und erklärte die "Blumenhochzeit". "Das ist, wenn Frauen verwelken und Männer verduften." Sogar am Niederrhein, in Dingden, habe er zeitweise gelebt, verriet er. Aber es sei so einsam gewesen, dass das Pizzataxi ihn nicht gefunden habe und er die Kühe duzte. Auch seine Erzählung über den Ausflug zur Reeperbahn mit seinem Kegelclub ließ das Publikum lachen. Die Zuschauer dankten mit viel Applaus für die unterhaltsame Comedy. Krebs, dem die gemütliche Atmosphäre sehr gefiel, hatte nur eine Beschwerde: "Ich bin der Einzige, der hier im Licht steht und jetzt kommen alle Schubsbienen und Greifmücken zu mir." Nach ihm sorgte die Emmericher Band gene@work bis Mitternacht für eine tolle musikalische Unterhaltung.

Gestern ab 11 Uhr spielten "Charly & Freunde" zum Frühschoppen. Rund 50 Besucher waren begeistert von der gekonnt dargebrachten Musik aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Dabei hielt Kulturchef Michael Rozendaal immer einen Blick auf den Wettersatelliten, weil sich Gewitter mit Hagel und Regen angekündigt hatte und am Abend noch die Komödie "Schmetterlinge sind frei" gespielt werden sollte. "Sieht noch gut aus, aber wir haben auch vorgesorgt. Wenn es gewittert, können die Zuschauer alle ins Schlösschen - aus Sicherheit, allein schon wegen der Bäume hier. Die Veranstaltung muss dann unterbrochen oder, wenn wir Pech haben, abgesagt werden", sagte er.

Insgesamt war Rozendaal für das erste Mal sehr zufrieden mit der Resonanz. "Das "Open Air am Schlösschen soll eine feste Einrichtung im Kulturkalender werden und das Schlösschen weiter beleben", sagte er. Man stecke schon in den Vorbereitungen für das nächste Jahr, der Termin steht fest: 17., 18. und 19. Juni. Dann werden neben dem Bühnenprogramm für Alt und Jung ein kleines Kinderfest und ein Show-Kochen stattfinden. So könne das Event von Jahr zu Jahr wachsen, hofft Rozendaal.

Quelle: RP
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