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Emmerich
PAN-Kalender: Starke Kunstplakate fürs ganze Jahr

Emmerich: PAN-Kalender: Starke Kunstplakate fürs ganze Jahr
Poppige Farben: Klaus Hesses Plakat ziert den Monat Juli. FOTO: PAN
Emmerich. Seit einer Woche ist er erhältlich - der neue PAN-Kalender fürs Jahr 2016. Gestaltet von Uwe Loesch und zusammengestellt von Christiane van Haaren und Reimund Sluyterman, sind (plus Deckblatt) hier zwölf Kunstplakate zu finden, die sich allesamt in der Müllerschen Sammlung des Museums befinden. Von Markus Balser

In diesem Jahr gibt es ein Novum, denn mit Klaus Hesse ist ein Künstler sogar zweimal vertreten. Der deutsche Gestalter, in der PAN-Sammlung ein Neuzugang, widmet sich mit seiner Arbeit "Achtung Deutschland" zum einen kritisch der angespannten wirtschaftlichen Lage der frühen 2000er Jahre, zum anderen wirbt er mit poppigen Farben für einen Vortrag an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Titel: "Vielleicht bin ich ja auch fabelhaft".

Beide Plakate sind ein Blickfang, von denen es in diesem Jahr gleich eine ganze Menge im Kalender gibt. Um Jazz geht es bei Henning Wagenbreth, dessen Arbeit an einen großformatigen Comic erinnert. Dem gleichen Thema hat sich Niklaus Troxler gewidmet, dessen Ausstellung im PAN erst vor wenigen Wochen zu Ende ging.

Die bekannten Künstler Frida Kahlo und Diego Rivera zieren eine Arbeit von Melchior Imboden und das Duo Anette Lenz/Vincent Perottet setzt mit knalligen Collagen die Ankündigung für ein Choreographie-Wochenende in Frankreich in Szene. Weitere Veranstaltungsplakate gibt es mit Collagen von Frieder Grindler (Badisches Staatstheater) und Carl Domenic (Opernhaus Zürich) sowie Michael Matthias Brechtel, dessen Plakat zum "Nürnberger Kulturzirkus 1978" ein Paradebeispiel für meisterhaftes Zeichnen ist.

Was gibt es sonst noch? Achim Freyer widmet sich der Figur des Woyzeck - eine Arbeit, bei der man mehrmals hinschauen muss, um sie zu erfassen. Uwe Loesch verfremdet mit wenigen Mitteln effektvoll ein Puppenauge, er hat auch wieder das Deckblatt des Kalenders entworfen. Und dann gibt es noch ein bemerkenswertes Bild eines Gestalters, von dem selbst Kuratorin Christiane van Haaren kaum Informationen hat. Das bildhafte Gleichnis, das ein weibliches Antlitz auf einer Schachtel mit Einschusslöchern, Tabletten und Blättern zeigt, könnte von der Machart her aus den späten 60er oder frühen 70er Jahren stammen. Die Buntstiftzeichnung ist lediglich mit "Kraft" signiert. "Mehr wissen wir über den Gestalter oder die Gestalterin leider nicht", sagt van Haaren.

Der Kalender ist in einer Auflage von 550 Stück erschienen. Er kostet 22 Euro (Mitglieder des Fördervereins 17 Euro). Erhältlich im PAN Kunstforum, Agnetenstr 2, di. bis so. 11 bis 16 Uhr.

Quelle: RP
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