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Emmerich
Park: Das war einstimmig

Emmerich. Alle Ratsmitglieder haben Dienstagabend dem Gerichts-Kompromiss für den Rheinpark zugestimmt. In den nächsten Tagen werden die Bäume gefällt. Damit endet der spektakuläre Emmericher Streit nach fast drei Monaten. Von Christian Hagemann

Fast drei Monate hat der Streit zwischen Rat und Emmericher Baumfreunden gedauert. 30 Minuten dauerte gestern die Sondersitzung des Rates. Dann war klar: Alle Parteien sind für den Kompromiss, der vor wenigen Tagen zwischen Vertretern der Stadt und der Baum-Initiative vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf gefunden worden ist.

Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche sollte es beim Verwaltungsgericht eigentlich um die Frage gehen, ob das Bürgerbegehren der Baumfreunde zulässig war oder nicht. Der Rat hatte es mehrheitlich abgelehnt. Doch der Richter schaffte es, die Beteiligten dazu zu bringen, noch einmal miteinander zu reden. Und das taten sie.

Ergebnis: 20 Bäume werden nur noch gefällt, von denen neun ohnehin krank sind. Sieben neuen Linden und eine Trauerweide werden als Ersatz im Park gepflanzt. Dazu noch einmal 34 Bäume im Stadtgebiet. Die Stadt erreicht dafür im Gegenzug, dass die Planungen für die Umgestaltung des Parks bleiben. Damit bekommt die Anlage eine Gestaltung, die der der Promenade gleicht.

Es reicht fürs Geld aus Berlin

Wichtig für die Stadt: Die Umgestaltung wird im Zeitplan bleiben. Das bedeutet, dass die Stadt Emmerich für die Maßnahme Mittel in Höhe von einer halben Million Euro aus dem Konjunkturpaket II nehmen kann. Das hat die Bundesregierung bekanntlich unter anderem für Maßnahmen zur Infrastruktur-Verbesserung aufgelegt.

Der BGE, den Grünen, den Linken und der FDP würde dieses Geld im Prinzip für den Park auch reichen. Das bekräftigten sie gestern noch einmal .

CDU und SPD möchten jedoch mehr in den Park investieren. Bis zu einer Million Euro wollen die beiden Parteien, die die Mehrheit im Rat stellen, dafür ausgeben. 5000 000 Euro aus Berlin, bis zu 500 000 Euro aus Emmerich. "Vielleicht landen wir am Ende bei insgesamt auch nur 800 000 Euro", so Bürgermeister Johannes Diks.

Quelle: RP
 
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