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Rees
Parteien auf Kandidatensuche

Rees. Sollte Christoph Gerwers im nächsten Jahr in den Bundestag gewählt werden, braucht Rees einen neuen Bürgermeister. CDU und SPD müssen sich jetzt langsam nach geeigneten Kandidaten umsehen. Erste Spekulationen gibt es bereits. Von Markus Balser

Die Chancen für Christoph Gerwers, ab September 2017 seinen Arbeitsplatz von Rees nach Berlin zu verlegen, stehen derzeit nicht schlecht. Außer dem Reeser Bürgermeister hat bislang niemand aus der Kreis Klever CDU seine Bereitschaft signalisiert, bei den nächsten Bundestagswahlen für die Christdemokraten anzutreten. Innerhalb der CDU gab es kreisweit bislang darauf positive Resonanz. Und die Aussichten auf ein Direktmandat für die Union sind unbestritten gut. Somit brächte die Wahl Gerwers' auch Veränderungen für Rees mit sich.

Die Parteien machen sich bereits jetzt erste Gedanken über geeignete Kandidaten für eine dann anstehende Bürgermeisterwahl. Dass das nicht leicht wird, weiß der Reeser CDU-Fraktionschef Dieter Karczewski. Über die Kandidatur-Absicht von Gerwers war er als einer der ersten informiert worden. Nun schlagen in seiner Brust zwei Herzen. Eines, das sich wünscht, Gerwers würde im Rathaus bleiben und eines, das gerne einen CDU-Abgeordneten aus Rees in Berlin sehen würde. "Es wird auf jeden Fall schwer, einen Nachfolger zu finden, der in die Fußstapfen von Christoph Gerwers treten kann", sagt Karczewski. Dass ein Kandidat aus den Reihen der CDU-Fraktion kommen könnte, sieht er nicht. "Wir brauchen für Rees einen erfahrenen Verwaltungsfachmann, idealer Weise mit einer zweiten Staatsprüfung und am besten einen Juristen."

In den kommenden Wochen will sich die Reeser CDU in einem Gremium zusammenfinden, um auf Kandidatensuche zu gehen.

Ein Name, über den in Rees bereits kräftig spekuliert wird, ist Andreas Mai. Er ist seit 2009 Kämmerer der Stadt und seit 2010 Erster Beigeordneter. Eine Führungskraft mit viel Erfahrung also, die nicht nur innerhalb der CDU hohes Ansehen genießt. Doch Mai winkt zunächst einmal ab. "Es ist richtig, dass mich schon einige darauf angesprochen haben, doch die Frage stellt sich für mich momentan nicht", sagte er gestern der RP. Jetzt gelte es erst einmal den Parteitag der CDU Kreis Kleve abzuwarten, auf dem Ende Juni ihr Bundestagskandidat gekürt wird.

Auch auf der Gegenseite gibt es schon erste Überlegungen. Karl van Uem, der letztes Jahr für die SPD ins Rennen ging, ist ebenfalls schon von vielen gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, noch einmal als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Ausschließen will van Uem das nicht, zumal er von etlichen Bürgern schon dazu ermutigt worden sei. Doch er bittet sich noch Bedenkzeit aus: "Das muss ich mir alles noch genau überlegen. Wir müssen jetzt ohnehin erst einmal schauen, was in der CDU passiert."

Quelle: RP
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