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Emmerich
Peter Kossen auf Stippvisite in Emmerich

Emmerich. Ein freudiges Wiedersehen gab es gestern mit Monsignore Peter Kossen, der von 2004 bis 2011 Stadtpfarrer in St. Christophorus war. Von Monika Hartjes

Eine Hochzeit brachte ihn an den Niederrhein zurück. Christian Knorr, ehemaliger Feuerwehrkollege von Peter Kossen, heiratete Andrea Rottstegge aus Rees. "Ich kenne Christian und seine Familie gut und hatte ihm schon vor einiger Zeit versprochen, die Hochzeit zu halten", erzählte Kossen, der sich gerne an seine Feuerwehrzeit erinnert.

Auch in Vechta sei er gleich der Feuerwehr beigetreten. "Feuerwehrleute 'ticken' alle gleich, das macht es leicht, schnell dort hinein zu kommen." Er trage einen Pieper wie die anderen und sei schon aus so mancher Sitzung herausgerufen worden. "Aber deshalb ist noch keine ausgefallen", schmunzelte er.

Gut gelaunt beantwortete er vor der Hochzeitsmesse die Fragen einiger Kolpingmitglieder und stärkte sich bei Kaffee und Kuchen. Ludger Geerling, Vorsitzender von Kolping Emmerich, hatte vom Bräutigam gehört, dass Prälat Peter Kossen kommt und den ehemaligen Kolping-Präses gleich eingeladen "aus alter Verbundenheit." Rund 20 Kolpingmitglieder folgten ebenfalls der Einladung ins Aldegundisheim, unter ihnen Ursel Thebert, die zwischendurch den Vorsitz innehatte. Gerty Köster, Leiterin der Frauengruppe meinte: "Ich freue mich. Pfarrer Kossen hat sich immer gut für uns eingesetzt."

Er sei bereits am Vorabend angekommen und habe einige Besuche gemacht, erzählte Kossen. So habe er das neue Haus eines Feuerwehrkollegen in Vrasselt eingesegnet und einem anderen Feuerwehrmann und dessen Frau den Silberhochzeitssegen erteilt. "Und heute morgen habe ich das gemacht, wozu ich hier als Stadtpfarrer nie die Möglichkeit hatte: Ich habe mich an die Rheinpromenade gesetzt und in aller Ruhe einen Kaffee getrunken. Es war wie Urlaub."

Er finde es schön, dass man auch nach vier Jahren Abwesenheit spüre, dass eine gegenseitige Wertschätzung bleibe. Kossen erzählte von seiner Tätigkeit in der Behörde. Für 40 Gemeinden sei er zuständig. Besonders am Herzen liege ihm weiterhin das Thema "Ausbeutung der Arbeitsmigranten aus Rumänien und Bulgarien", die für wenig Lohn in menschenunwürdigen Umständen in den fleischverarbeitenden Fabriken tätig sind. "Gott sei Dank kümmern sich mittlerweile Gewerkschaften um das Thema, aber da müssen auch Staat und Kirche aktiv werden", sagte er.

Am Samstag geht es zurück ins Oldenburger Land. Da trifft er dann auch eine Fahrradgruppe aus Emmerich, die mit ihm gemeinsam einen Gottesdienst feiern.

Quelle: RP
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