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Emmerich
Probat beeindruckt den Finanzminister

Emmerich: Probat beeindruckt den Finanzminister
FOTO: Stade Klaus-Dieter
Emmerich. Nobert Walter-Borjans war gestern zu Besuch in Emmerich. Hier traf er Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Von Monika Hartjes

Im Zuge seiner Sommertour durch Nordrhein-Westfalen besuchte Dr. Nobert Walter-Borjans, Finanzminister des Landes, auch unsere Region. Neben dem Klever Finanzamt ging er auch in verschiedene Betriebe - am Dienstag besuchte er Probat und Katjes.

"Ich sehe mich als Nahtstelle zwischen der Wirtschaftsförderung und dem Finanzministerium, dessen Aufgabe es ist, das alles zu finanzieren", sagte der Minister. Er sei nicht als Autorität sondern als Partner gekommen. "Vor Ort erfahre ich, wo es klemmt und wie die Zusammenarbeit verbessert werden kann." Man könne den Betrieben ihre Aufgaben nicht abnehmen, aber sie durch entsprechende Gesetze und Vorgaben erleichtern und einfacher machen.

Bei seinem Besuch bei Probat, Hersteller von Röst- und Anlagentechnik, hatte er zunächst ein "Vier-Augen-Gespräch" mit dem Geschäftsführer Wim Abbing. "Für uns sind solche Besuche immer sehr positiv", sagte Abbing. "Wir sind weit weg von Düsseldorf. Aber im direkten Gespräch mit Vertretern der Landesregierung können wir Themen ansprechen, die uns unter den Nägeln brennen." So habe man verschiedene Themen erörtert, unter anderem die Infrastruktur. "Hier hinkt Emmerich hinterher. Es geht dabei nicht nur um Straßen, sondern ebenfalls um die digitale Infrastruktur." Auch die Frage der praktischen Anwendung von Steuerrecht gehöre zu den Themen, die angesprochen werden, sagte Minister Walter-Borjans. Sein Anliegen sei es, ein dienstleistungs- und bürgerorientierter Finanzminister zu sein, der nicht gegen, sondern mit den Bürgern etwas entscheidet. Wichtig sei es ihm auch, bei Entscheidungen und Gesetzen länderübergreifend zu arbeiten.

Nach einer Power-Point-Präsentation über die Probat-Werke und einem Blick ins Technikum, in dem Röstmaschinen aufgebaut sind und Proberöstungen für Kunden stattfinden, wurde der Minister mit Sicherheitsschuhen ausgerüstet, bevor es zur Besichtigung der Werkshallen ging. Begleitet wurde er unter anderem von Ina Spanier-Oppermann, Abgeordnete der SPD im Landtag, und Dr. Günther Bergmann, CDU-Landtagsabgeordneter. Walter-Borjans, der selber in der Industrie bei Henkel in Düsseldorf gearbeitet hat, zeigte sich von der Produktionsstätte für Röstmaschinen und Trommeln beeindruckt: "Ich hatte gedacht, dass mehr zugeliefert wird. Aber hier wird fast alles im eigenen Betrieb selbst hergestellt."

Auch die Ausbildungswerkstatt schaute sich der Minister an. "Am 15. August beginnt das neue Ausbildungsjahr, dann fangen 13 Auszubildende neu an. Insgesamt haben wir dann 50 Auszubildende in Werkstatt und Buchhaltung", berichtete Wim Abbing. Gerhard Gertsen vom Betriebsrat ergänzte: "Wir bilden über Bedarf aus. Wer hier eine Ausbildung gemacht hat, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt."

Anschließend besuchte der Finanzminister noch die Firma Katjes, wo er mit den Geschäftsführern Bastian Fassin und Tobias Bachmüller sprach.

Am Abend traf Walter-Borjans mit Bürgermeister Peter Hinze und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen im Emmericher Rathaus zusammen und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Quelle: RP
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