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Emmerich
Prüfung für die Binnenschifffahrt

Emmerich. Die IHK Niederrhein bietet einen bundesweit einmaligen Abschluss an.

Als einzige Stelle im Bundesgebiet bietet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve den Abschluss "Geprüfter Binnenschiffermeister" an. Das Berufsbild umfasst die Wahrnehmung sämtlicher Führungsaufgaben an Bord eines Binnenschiffes, eine leitende Tätigkeit in der betrieblichen Organisation oder die Führung eines eigenen Unternehmens im Binnenschiffsverkehr.

Vor der Etablierung des Meisterabschlusses war die höchste Qualifikation, die erworben werden konnte, das Patent. Dieses sei zwar anspruchsvoll und berechtige zum Führen eines Schiffes, stelle jedoch keinen Berufsabschluss im rechtlichen Sinne des Berufsbildungsgesetzes dar, teilt die IHK mit. Eher rücke es verkehrsrechtliche Gesichtspunkte in den Vordergrund.

Neben dem Fahrbetrieb ergäben sich jedoch weitreichende Herausforderungen im Bereich der Betriebs- beziehungsweise der Unternehmensführung. Zudem habe es bisher keine Möglichkeiten gegeben, die berufliche Weiterentwickelung durch anerkannte Berufsabschlüsse zu dokumentieren und höhere Karrierestufen zu erreichen. Die freiwillige Weiterqualifizierung als Binnenschiffermeister ist nunmehr europaweit vergleichbar.

Auf eine Initiativedes "DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme" in Duisburg sowie dem Fachgebiet Wirtschaftspädagogik der Universität Duisburg-Essen haben sich die Binnenschifffahrtsverbände und das Schifferberufskolleg Rhein mit Unterstützung der Niederrheinischen IHK zusammengefunden, um die besonderen Rechtsvorschriften und den Rahmenplan zum Geprüften Binnenschiffermeister zu entwickeln.

Bei einer gemeinsamen Infoveranstaltung im Duisburger Hafen wurden die Inhalte der Fortbildungsprüfung vorgestellt. Die Resonanz von 80 angemeldeten Teilnehmern habe dabei das Interesse an dem neuen Berufsbild verdeutlicht. Der Beruf des Binnenschiffers werde künftig an Attraktivität gewinnen, wenn weitere Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden, heißt es von Seiten der IHK. Dies stärke die Wirtschaft am Niederrhein, die von der Binnenschifffahrt geprägt sei. Allein vom Duisburger Hafen hingen über 45.000 Arbeitsplätze ab.

Quelle: RP
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