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Emmerich
" Räuber" unterm Sternenhimmel

Emmerich. "Dörmakar" bereiteten den Auftritt der Kölner Kultband bestens vor und präsentierten mit "Emmerich olé" den neuen Karnevalshit, der die Narren durch die nächste Session begleiten wird. Von Monika Hartjes

"Die Emmericher sind unheimlich herzlich und sangesfreudig, das ist toll, und das steckt an", sagte Karl-Heinz "Charly" Brand, Sänger und Gitarrist der Kölner Kultgruppe "Die Räuber". "Wir haben zu vielen Vrasseltern ein freundschaftliches Verhältnis, das macht hier richtig Spaß." Und so traten "Die Räuber" am Samstag bereits zum vierten Mal in Vrasselt auf, diesmal Open Air. "Op dem Maat"- auf dem Dorfplatz. Ausrichter der Veranstaltung war das Vrasselter Carnevals Komitee (VCK).

Am Nachmittag hatte es noch strömend geregnet, doch VCK-Chef Simon Terhorst blieb cool. "Der Wetterbericht hatte trockenes Wetter für den Abend angesagt, und er hat auf die Minute gestimmt", sagte er. Rund 850 Besucher kamen zum Dorfplatz, um das Konzert zu erleben. Auch Bürgermeister Peter Hinze mischte sich unters Volk und genoss die gemütliche Atmosphäre.

Am Morgen hatte sich noch ein Problem ergeben: Die Bühne, die in Vrasselt stehen sollte, brannte in der Nacht bei einem Hallenbrand ab. So musste die Kölner Eventfirma kurzfristig eine andere besorgen. "Die ist vier Meter kleiner", so Terhorst. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Dafür sorgte mit einem Super-Auftritt die in der letzten Session neu durchgestartete Heimatband "Dörmakar". Marcel Janßen, Olivia Strupp, David Köhn, Jan-Arne Bettray und Karsten Mölders heizten mit ihren selbst geschriebenen Songs wie "Verdammt lang her" die Stimmung kräftig an. Ein Geburtstagsständchen gab es für Carlo Köhn, den Sohn des Dörmakar-Bassisten, der an diesem Tag drei Jahre alt wurde und mit dicken pinkfarbenen Kopfhörern auf den Ohren das Konzert verfolgte. Beim Gute-Laune-Song "Erdbeermarmelade" - Carlo bekam ein Glas voll geschenkt - sangen alle lauthals mit. Viel Applaus gab es für die Premiere des neuen Karnevalssongs "Emmerich olé", der die nächste Session begleiten wird. "Wir haben bereits etliche Auftritte, unter anderem auch in ´s-Heerenberg, geplant", berichtete Marcel Janßen. "Vorher nehmen wir im Tonstudio noch eine eigene CD mit unseren Liedern auf."

Nach dem Auftritt der kölschen Band "Sösterhätz" kamen dann die sechs Räuber-Musiker auf die Bühne und überzeugten mit ihrem vielseitigen Repertoire. Da gab es - unter einem sternenklaren Himmel - lustige Songs, Lieder fürs Herz, mal romantisch, mal fröhlich-flippig - und immer sangen alle Zuhörer mit. "Einfach super", meinte Julia Spiegelhoff, die gemeinsam mit etwa 20 anderen Mitgliedern des neu gegründeten Emmericher Karnevalvereins das Konzert besuchte. Bei "Dat es Heimat", "Wenn ich träum in der Nacht", "Titikakasee", "Sulang die Botz noch hält" oder "Und sie war nicht viel älter als 18 Jahr" stand keiner still, alle waren in Bewegung, klatschten und tanzten. "Wahnsinn, ich glaube, wir spielen noch zwei Stunden länger", sagte Sänger Torben Klein begeistert. "So ein tolles Publikum wünschen wir uns auf jedem Konzert." Mit "Maat et joot", ging das Räuber-Sextett um Mitternacht von der Bühne, aber natürlich holten Zugabe-Rufe sie wieder zurück.

Gemeinsam mit dem vorherigen VCK-Präsident Hans Böcker, der dazu trommelte, ging es weiter mit "Wenn et Trömmelche jeht". Das Publikum jubelte und der alte und der neue VCK-Chef - Böcker und Terhorst - lagen sich vor Freude über den gelungenen Abend in den Armen. "Wir hoffen, dass dieses die größte 'Auf-dem-Land-Karnevalsveranstaltung' in Emmerich wird", meinte Simon Terhorst und erzählte von den neuen Plänen: "Beim nächsten Konzert wird neben den Räubern und Dörmakar vielleicht auch die Kölner Band Kasalla dabei sein."

Quelle: RP
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