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Rees
Ramadan: Gläubige Muslime fasten noch bis zum 18. Juli

Rees. Wie alle Muslime weltweit feiern auch Reeser Muslime den Fastenmonat Ramadan. Seit dem 18. Juni und noch bis zum 18. Juli dürfen Muslime tagsüber nichts essen und trinken, erst zum Sonnenuntergang wird eine gemeinsame Mahlzeit mit der Familie eingenommen. Von Jule Schwartz

"Außerdem ist der Ramadan eine Zeit, in der nicht gelogen werden soll und in der man sich darauf konzentriert, anderen Menschen Gutes zu tun und ihnen zu helfen", sagt eine junge Muslimin aus Rees. Sie mag den Ramadan, denn in ihm soll man Gott näher kommen, aber auch Selbstbeherrschung lernen und die eigene Gesundheit fördern, indem der Magen geschont wird.

Besonders freut sich die junge Frau darauf, um 20 Uhr abends mit ihrer Mutter das Essen für das Iftar vorzubereiten, also für den Moment, wenn das Fasten des Tages gebrochen wird, und die gemeinsame Mahlzeit gegen 22 Uhr beginnt. In ihrer Familie werden als erste Nahrungsmittel Wasser und Datteln gereicht, um mit etwas Süßem einsteigen zu können. Danach wird gemeinsam gebetet und schließlich gegessen. Auch zwischen zwei und drei Uhr morgens steht die Familie noch einmal auf und frühstückt. Innerhalb der 30 Tage wird meist auch im Koran gelesen.

Auch in der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge (ZUE) am Groiner Kirchweg wird der Ramadan gefeiert. Etwa 50 der derzeit 158 Bewohner sind Muslime. Für sie wird gegen 22 Uhr eine zusätzliche Mahlzeit bereitgestellt, zu der sich die Muslime treffen, selbst gemachte Salate mitbringen und gemeinsam feiern. Das Personal der Nachtschicht wärmt für die Muslime vorbereitete Mahlzeiten auf, da die Schicht des Küchenpersonals um 22 Uhr längst beendet ist.

"Die Gemeinschaft der Muslime, die sich bei uns gegenseitig die Familie ersetzen, ist sehr schön", sagt Saskia Klose, stellvertretende Leiterin der ZUE. Sie hat beobachtet, dass auch die Flüchtlinge anderer Konfessionen den Ramadan-Festlichkeiten der Muslime mit Respekt begegnen. Angesichts der hohen Temperaturen der letzten Tage seien viele der Fastenden aber wohl froh sein, ab der nächsten Woche auch wieder tagsüber Wasser trinken zu können.

Quelle: RP
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